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Die Erzeugung von Wirkungen und Nutzen in Schulsozialarbeit und Jugendarbeit. Clear-Box-Forschung in offen strukturierten Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe.

English title The development of usefulness and effects in school social work and youth work. Clear-box-research in loosely structured youth services.
Applicant Baier Florian
Number 132267
Funding scheme DORE project funding
Research institution Institut Kinder- und Jugendhilfe Hochschule für Soziale Arbeit Fachhochschule Nordwestschweiz
Institution of higher education University of Applied Sciences and Arts Northwestern Switzerland (without UTE) - FHNW
Main discipline Social work
Start/End 01.01.2011 - 31.07.2013
Approved amount 59'995.00
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All Disciplines (2)

Discipline
Social work
Education and learning sciences, subject-specific education

Keywords (9)

Schulsozialarbeit; Jugendarbeit; Wirkungsforschung; Nutzenforschung; Clear-Box-Forschung; school social work; youth work; social work; clear-box-research

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary
Die Gemeinde Spreitenbach bietet bereits seit den 1980er Jahren verschiedene Formen von Jugendarbeit an und im Jahr 2002 wurde zudem Schulsozialarbeit eingeführt. Die Jugendarbeit und die Schulsozialarbeit arbeiten auf der Grundlage ausführlicher Konzepte, können hinsichtlich ihrer Inanspruchnahme und sozialräumlichen Vernetzung als etabliert angesehen werden und werden politisch nicht grundlegend in Frage gestellt.
In dem geplanten DORE-Projekt sollen Wirkungsweisen, Wirkungen sowie der Nutzen von Schulsozialarbeit und Jugendarbeit in Spreitenbach erforscht werden. Dabei liegt der primäre Fokus auf der Frage, durch welche Praxiselemente Schulsozialarbeit und Jugendarbeit welche Wirkungen und welchen Nutzen für Kinder und Jugendliche erzeugen. Obwohl mittlerweile einige singuläre Befunde zu Wirkungen und dem Nutzen von Schulsozialarbeit und Jugendarbeit vorliegen, ist die Frage, wodurch diese Wirkungen und der Nutzen genau entstehen, bislang nahezu ungeklärt. Um dieses Forschungsinteresse zu bearbeiten, wird ein Ansatz der Clear-Box-Forschung gewählt, durch den insbesondere auf Prozesse der Wirkungs- und Nutzenerzeugung fokussiert wird. Damit grenzt sich dieser Forschungsansatz von Black-Box-Forschung ab, innerhalb derer einzig Veränderungen von festgelegten Indikatoren zu einem bestimmten Zeitpunkt untersucht werden, ohne diese Veränderungen jedoch auf bestimmte Elemente der Praxis zurückführen zu können. Die Handlungsfelder Schulsozialarbeit und Jugendarbeit werden dadurch hinsichtlich einer wirkungs- und nutzenorientierten Praxisgestaltung umfassender diskutier- und gestaltbar.
Um Wirkungen und Nutzen sowie insbesondere deren Erzeugung in der Schulsozialarbeit und Jugendarbeit in Spreitenbach zu erforschen, werden verschiedene ergebnisoffene Forschungsmethoden eingesetzt: Ausgewählte Praxissituationen werden videographisch doku-mentiert und teilnehmend beobachtet. Zudem werden Interviews mit den beteiligten Personen zu ihrer subjektiven Wahrnehmung der gefilmten/beobachteten Situationen durchgeführt. Auf diese Weise wird die Praxis von Schulsozialarbeit und Jugendarbeit aus unterschiedlichen Perspektiven und in unterschiedlichen Zeithorizonten rekonstruierbar. Durch eine quantitative Befragung aller Schülerinnen und Schüler werden die im Rahmen der qualitativen Forschung hervorgebrachten Ergebnisse abschliessend quantifiziert. Für das Projekt ist eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren mit Beginn im November 2010 geplant.
Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

Project partner



Corporate bodies

Name Address
Gemeinderat Spreitenbach Gemeinderat Spreitenbach Poststrasse 13 8957 CH-Spreitenbach

Publications

Publication
Clear Box: Hilfeprozesse als Wirkungschronologien. Praxisorientierte Qualitätsentwicklung: Die Forschung untersucht die Wirkungen der Schulsozialarbeit
Florian Baier (2011), Clear Box: Hilfeprozesse als Wirkungschronologien. Praxisorientierte Qualitätsentwicklung: Die Forschung untersucht die Wirkungen der Schulsozialarbeit.
Die Erzeugung von Wirkungen und Nutzen in Schulsozialarbeit und Jugendarbeit. Clear-Box Forschung in offen strukturierten Handlungsfeldern
Baier Florian, Heeg Rahel, Gerodetti Julia, Die Erzeugung von Wirkungen und Nutzen in Schulsozialarbeit und Jugendarbeit. Clear-Box Forschung in offen strukturierten Handlungsfeldern.
Kinder- und Jugendarbeit im Fokus der Wirkungs- und Nutzer/innenforschung.
Baier Florian, Gerodetti Julia, Heeg Rahel, Kinder- und Jugendarbeit im Fokus der Wirkungs- und Nutzer/innenforschung., in Huber Sven, Rieker Peter (ed.).

Scientific events

Active participation

Title Type of contribution Title of article or contribution Date Place Persons involved


Abstract

In den letzten Jahren verstärkt sich das Interesse an der Frage nach Wirkungen sozialer Dienstleistungen. Das Interesse an diesem Thema geht dabei zum einen von politischer Seite aus, indem z.B. Gemeinderäte wissen möchten, ob sie öffentliche Gelder effizient und verantwortungsvoll einsetzen und ob die finanzierten Angebote angemessen und erfolgreich sind. Auf der anderen Seite interessiert sich auch zunehmend die Disziplin und Profession Sozialer Arbeit für die Frage nach Wirkungen und Nutzen sowie deren Erzeugungskontexte und -prozesse, da neues Wissen um eine wirkungsvolle und nutzenversprechende Praxisgestaltung einen zentralen Beitrag zur Professionalisierung und Weiterentwicklung sozialer Dienstleistungen liefert. Auch im Rahmen der aktuellen eidgenössischen „Strategie für eine schweizerische Kinder- und Jugendpolitik“ aus dem Jahr 2008 wird eine Wirkungsorientierung für Angebote der Kinder- und Jugendhilfe als zentraler und verbesserungswürdiger Punkt explizit hervorgehoben. Vor diesem Hintergrund ist das im Folgenden erläuterte Projektvorhaben zur Erforschung von Erzeugungsweisen von Wirkungen und Nutzen in Schulsozialarbeit und Jugendarbeit in Spreitenbach entstanden. Die Gemeinde Spreitenbach bietet bereits seit den 1980er Jahren verschiedene Formen von Jugendarbeit an. Im Jahr 2002 wurde zudem Schulsozialarbeit eingeführt. Die Jugendarbeit (mit 110 Stellenprozenten, verteilt auf 2 Personen) und die Schulsozialarbeit (150 Stellenprozente, verteilt auf 2 Personen) arbeiten auf der Grundlage ausführlicher Konzepte, können hinsichtlich ihrer Inanspruchnahme und sozialräumlichen Vernetzung als etabliert angesehen werden, werden politisch nicht grundlegend in Frage gestellt und arbeiten auf einem hohen fachlichen Niveau. In dem geplanten DORE-Projekt sollen nun Wirkungsweisen, Wirkungen sowie der Nutzen von Schulsozialarbeit und Jugendarbeit in Spreitenbach erforscht werden. Dabei liegt der primäre Fokus auf der Frage, durch welche Praxiselemente Schulsozialarbeit und Jugendarbeit welche Wirkungen und Nutzen für Kinder und Jugendliche erzeugen. Obwohl mittlerweile einige vage Befunde zu Wirkungen von Schulsozialarbeit und Jugendarbeit vorliegen, ist die Frage, wodurch diese Resultate genau erreicht werden, bislang nahezu ungeklärt. Um dieses Forschungsinteresse zu bearbeiten wird ein Ansatz der Clear-Box-Forschung konzipiert, durch den insbesondere auf Prozesse der Wirkungs- und Nutzenerzeugung fokussiert wird. Damit werden bisherige Forschungsbefunde aus der „Black-Box-Forschung“, die einzig auf Resultate konzentriert war, ohne dabei die Prozesse zu betrachten, die diese Resultate hervorbrachten, um zentrales Wissen erweitert und Schulsozialarbeit und Jugendarbeit werden hinsichtlich einer wirkungs- und nutzenorientierten Praxisgestaltung umfassender diskutier- und gestaltbar. Um die Wirkungen, den Nutzen sowie insbesondere deren Erzeugungsweisen von Schulsozialarbeit und Jugendarbeit in Spreitenbach zu erforschen, werden verschiedene ergebnisoffene Forschungsmethoden eingesetzt: Ausgewählte Praxissituationen werden videographisch dokumentiert und teilnehmend beobachtet. Zudem werden Interviews mit den Beteiligten Personen zu ihrer subjektiven Wahrnehmung der gefilmten/beobachteten Situationen durchgeführt. Auf diese Weise wird die Praxis von Schulsozialarbeit und Jugendarbeit aus unterschiedlichen Perspektiven und aus unterschiedlichen Zeithorizonten rekonstruierbar. Durch eine quantitative Befragung aller Schülerinnen und Schüler werden die im Rahmen der qualitativen Forschung hervorgebrachten Ergebnisse abschliessend quantifiziert. Die Begriffe „Wirkung“ und „Nutzen“ werden für das Projekt differenziert theoretisch definiert und entsprechend für das Forschungsdesign operationalisiert. Das bedeutet, dass sie in Auseinandersetzung mit dem Fachdiskurs definiert werden und als Heuristik zur Analyse des Datenmaterials dienen.Für das Projekt ist eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren mit Beginn im Oktober 2010 geplant.
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