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Medien und Finanzmärkte: Empirische Untersuchung und ökonomische Modellierung

English title Media and Financial Markets: Empirical Analysis and Economic Modeling
Applicant Wirth Werner
Number 132062
Funding scheme Project funding
Research institution Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IKMZ) Universität Zürich
Institution of higher education University of Zurich - ZH
Main discipline Communication sciences
Start/End 01.02.2011 - 31.12.2013
Approved amount 211'612.00
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All Disciplines (2)

Discipline
Communication sciences
Economics

Keywords (6)

Financial Markets; Emotions; Media Effects; economic news coverage; content analysis; Behavioral Finance

Lay Summary (English)

Lead
Lay summary
This research project analyzes the interdependencies between economic media coverage and market movements (price developments). Over and above the transmission of fundamental financial facts by media, we pay attention to additional effects of media coverage on market movements. The research question is of high relevance not only for communication sciences, but also for the Behavioral Finance. Therefore, we choose an interdisciplinary approach: An empirical analysis is combined with economic modeling for analyzing the relationship between media coverage and financial markets. Findings serve as a basis for recommendations concerning the question how the interaction between media and financial markets can be optimized in order to enable an efficient pricing process (i.e. the prevention of speculative bubbles). A content analysis of economic media coverage in the USA is used to assess if media cover financial issues in an emotional way. To identify cumulative and consonant coverage, not only media which are regarded as "opinion leaders" for economic issues, but also follower media are content analyzed. With this analysis we are able to find answers on the questions how (and to what amount) media cover different financial issues, if these issues are covered in an emotional way, how the emotionalized coverage diffuses in the media system, as well as which media are leader and which are follower.
Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Publications

Publication
Wirkung von Wirtschaftsberichterstattung - Eine Systematisierung
Sommer Katharina (2013), Wirkung von Wirtschaftsberichterstattung - Eine Systematisierung, in Fahr Andreas, Schweiger Wolfgang (ed.), 369-384.

Scientific events

Active participation

Title Type of contribution Title of article or contribution Date Place Persons involved
Forschungskolloquium IBF Individual talk 30.11.2012 Zürich, Switzerland Hens Thorsten; Dzielinski Michal;
Forschungskolloquium des IPMZ Talk given at a conference 05.11.2012 Zürich, Switzerland Sommer Katharina; Wirth Werner;


Communication with the public

Communication Title Media Place Year
Media relations: print media, online media How Media shape Markets Global Investor (Credit Suisse) International 2011

Abstract

Das vorliegende Forschungsgesuch untersucht die Interdependenz von finanzmarktrelevanter Medienberichterstattung und Finanzmarktbewegungen (z.B. Kursverläufe). Ziel ist es zu erklären, welchen Einfluss die Medienberichterstattung über die Vermittlung von allgemein anerkannten Fundamentaldaten hinaus auf Marktbewegungen haben kann. Da diese Fragestellung sowohl für die Kommunikationswissenschaft als auch für den Bereich der Behavioural Finance von grosser Relevanz ist, wird ein interdisziplinärer Ansatz gewählt: Durch eine empirische Untersuchung einerseits und die Entwicklung mathematischer Modelle andererseits soll der Zusammenhang von Medien und Finanzmärkten analysiert werden. Aus den Erkenntnissen sollen dann Vorschläge dazu abgeleitet werden, wie das Zusammenspiel von Medien und Finanzmarkt verbessert werden kann, um effiziente Preisfindung (z.B. Vermeiden von spekulativen Blasen und Finanzmarktkrisen) auf Finanzmärkten und damit zukunftsweisende und nachhaltige Investitionsentscheidungen zu ermöglichen. Den Ausgangspunkt unserer Analyse bildet die Trennung der Effekte auf Kursentwicklungen in Basis-, Koordinierungs- Selektions- und Aufbereitungseffekte. Während Basis- und Koordinierungsimpulse (Finanzmarktinformationen zur Koordinierung der Erwartungen der Marktteilnehmer) auch ausserhalb der klassischen Medienberichterstattung die Anleger erreichen können (etwa über den Informationsservice Bloomberg), sind den Medien Selektions- und Aufbereitungsfaktoren zuzuordnen. Dementsprechend soll eine sehr sorgfältige Messung der Medienwirkung, die auf dem aktuellen Stand der Kommunikationswissenschaft ist, zu verschiedenen Zeitperioden erfolgen. Eine Inhaltsanalyse sowohl von finanzmarktrelevanten Leitmedien und Nachzüglermedien soll durchgeführt werden, die die Basis einer Emotionalisierungs-, Kumulations- und Konsonanzanalyse darstellt. So kann die Frage beantwortet werden, welche Finanzmarktinformationen in der Medienberichterstattung in welchem Umfang thematisiert und emotionalisiert werden, wie sich diese mit ihrer Emotionalisierung im Mediensystem ausbreiten, welche Medien für den Durchbruch eines Themas sorgen und welche Medien lediglich Nachzügler darstellen. Als abhängige Variable (AV) wird der S&P 500 betrachtet. In einer Medienwirkungsanalyse wird also die aggregierte Wirkung der Emotionalisierung, Kumulation und Konsonanz (unabhängige Variable, UV) auf den S&P 500 (AV) beispielhaft für Finanzmarktbewegungen untersucht. Diese Effekte sind jedoch konfundiert durch reale (d.h. nicht/kaum durch Medienberichterstattung transformierte) Finanzmarktereignisse („Basisimpulse“ und „Koordinierungsimpulse“) und deren Effekte („Basiseffekte“ und „Koordinierungseffekte“) auf den S&P 500. Auf der AV-Seite wird mit Hilfe des von Robert Shiller entwickelten Ansatzes der „excess volatility“ ein Basisverlauf der Kurse berechnet, der vorläge, wenn alle Anleger kollektiv rational auf der Grundlage der Fundamentals, der allgemein anerkannten Informationen über finanzmarktrelevante Ereignisse entscheiden würden (klassische Kapitalmarkttheorie der effizienten Märkte). Der dadurch bereinigte Zusatzeffekt kann in Koordinierungseffekte und weitgehend bereinigte Medieneffekte, die Selektions- und Aufbereitungseffekte, differenziert werden. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden dann genutzt, um die Modelle der Behavioural Finance in dieser Hinsicht zu verbessern. Schliesslich erlauben uns die verbesserten Modelle, gesellschaftlich relevante Massnahmen vorzuschlagen, die die Effizienz der Preisfindung auf Finanzmärkten verbessern.
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