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Interferenzen von Design- und Wissensdiskursen

English title Interferences between Discourses of Design and Knowledge
Applicant Mareis Claudia
Number 124790
Funding scheme Fellowships for prospective researchers
Research institution Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte
Institution of higher education Institution abroad - IACH
Main discipline Visual arts and Art history
Start/End 01.02.2009 - 31.07.2009
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Keywords (13)

design; epistemology; methodology; knowledge production; experiential knowledge; tacit knowledge; design science; design research; practice-based research; design studies; science studies; epistemic culture; cultural studies

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary
Die Dissertation geht der Frage nach Interferenzen zwischen Design- und Wissensdiskursen im Bereich Designtheorie und -forschung seit 1960 bis heute nach. Sie trägt dazu bei, diskurshistorische Einflüsse zu erforschen, welche die aktuellen Wissensdebatten in Designtheorie und -forschung entscheidend prägen. In drei Kapiteln wird das Verhältnis von ›Design‹ und ›Wissen‹ auf unterschiedliche Weise erschlossen. Das 1. Kapitel stellt historische Designauffassungen vor, die für das heutige praxisnahe Verständnis von Designforschung bedeutsam sind. Das 2. Kapitel diskutiert diskursive Leitmotive, die das Sprechen über ein eigenständiges ›Designwissen‹ maßgeblich strukturieren und als solche auch die entsprechenden Praktiken regulieren. Im 3. Kapitel werden Interferenzen und Grenzziehungen zwischen Design, Kunst und Wissenschaft im Hinblick auf die aktuellen Wissensbestimmungen im Design näher beleuchtet. Die multiperspektivische Vorgehensweise die damit entfaltet wird, ermöglicht, eine charakteristische ›Wissenskultur‹ im Design in einer nicht-essentialistischen, diskursanalytischen und historisch-vergleichenden Weise zu adressieren. In dieser Lesart wird Designforschung nicht als ›epistemologischer Sonderfall‹ und das ›Wissen im Design‹ nicht als kategorisch oder essentiell ›gesonderte‹ Wissensform verstanden. Vielmehr sind Fragen nach den konstitutiven Wissensbeständen des Design ohne die Untersuchung diskursübergreifender denkhistorischer, kultureller und sozialer Entwicklungszusammenhänge sowie konkreter Praktiken kaum zu beantworten. Im Ausblick der Arbeit wird mithilfe des Konzepts der "Wissenskultur" (Knorr Cetina) eine methodischer und theoretischer Zugang entwickelt, vermittels dessen Design als eigenständige "Wissenskultur" in einer nicht-essentialistischen, das heißt kulturhistorisch differenzierten Weise adressiert werden kann.

Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

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