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Musikalische Profilbildung des römischen Adels im 17. Jahrhundert: Lorenzo Onofrio Colonna und Benedetto Pamphilj

Applicant Pietschmann Klaus
Number 120371
Funding scheme Project funding (Div. I-III)
Research institution Musikwissenschaftliches Institut Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Institution of higher education University of Berne - BE
Main discipline Musicology
Start/End 01.06.2008 - 30.11.2010
Approved amount 289'526.00
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Keywords (11)

17th Century; Music patronage; opera; oratorio; cantata; Rome; Baroque; Roman aristocracy; social profile; Lorenzo Onofrio Colonna; Benedetto Pamphilj

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary
Das Forschungsprojekt beabsichtigt, ausgehend von jüngeren Vorarbeiten bzw. in Kooperation mit laufenden Projekten sowie unter Vertiefung der Quellenerschliessung zu einem grundlegend neuen Verständnis des musikalischen Engagements römischer Eliten im 17. Jahrhundert zu gelangen. Am Beispiel zweier Protagonisten des Römischen Musiklebens, Lorenzo Onofrio Colonna und Benedetto Pamphilj, sollen für den Zeitraum 1670 bis 1690 die jeweils entwickelten Strategien einer Indienstnahme musikalischer Elemente innerhalb der Selbstinszenierung und adelsspezifischen Kommunikation unter Berücksichtigung von jüngeren kulturhistorischen Deutungsmustern untersucht werden. Dies soll konkret am Beispiel der Opern-, Oratorien- und Kantatenpflege sowie der liturgischen und paraliturgischen Musikpraxis verfolgt werden. Dabei kann einerseits von einem relativ breiten Forschungsstand zur Repertoire- und Überlieferungssituation ausgegangen werden, andererseits jedoch ist umfängliche Grundlagenforschung hinsichtlich einer themenorientierten Auswertung der Familienarchive erforderlich. Das Projektziel soll im Rahmen einer Postdoc- und einer Doktorandenstelle jeweils über drei Jahre hinweg sowie einer Tagung verfolgt und die Ergebnisse in einem Regestenband, einer Monographie sowie einem Tagungsband dokumentiert werden. Das Projekt soll zu einem neuartigen Verständnis aristokratischer Musikkultur im Barock beitragen, bei dem die Musik nicht als additiver, sondern integraler Bestandteil des Zeichenarsenals adeliger Herrschaftsrepräsentation verstanden wird.
Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

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