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Intermediale Inszenierungen

English title Intermediality and Staging
Applicant Tholen Georg Christoph
Number 118520
Funding scheme ProDoc
Research institution Seminar für Medienwissenschaft Universität Basel
Institution of higher education University of Basel - BS
Main discipline Communication sciences
Start/End 01.10.2007 - 28.02.2011
Approved amount 431'153.00
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Keywords (12)

media theory; media art; cross-over media; hybridization; digital media; mobile photography; private photography; photo distribution; identity and authenticity; theatricality; self representation; MoBlogs

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary
Das Forschungsmodul Intermediale Inszenierungen hat die im zeitgenössischen Medien- und Kulturwandel dominant gewordene Tendenz der intermedialen Verknüpfung vormals getrennter Medien zum Fokus. Dank des digitalen Medienverbunds und seiner ihm geschuldeten Umgestaltung der meisten Text-, Ton- und Bildmedien wurde nicht nur der massenmediale wie individuelle Gebrauch divergenter und zunehmend internetbasierter Medienkommunikationen im Alltag wie in den Künsten thematisch. Vordringlich wird hiermit zugleich - im grösseren Kontext der Analyse postmoderner Entwicklungen in Gesellschaft und Kultur - die grundlagentheoretische wie empirisch bedeutsame Neubestimmung eines tragfähigen Konzepts der intermedialen Ästhetik, mit dem die oben genannten Tendenzen beschrieben werden können.Mit der weltweit sich beschleunigenden Digitalisierung - Ursache der hybriden bzw. intermedialen Medienkonvergenz - verändern sich in ästhetischer wie alltagskultureller Perspektive traditionelle Erzählformen und Darstellungsweisen in den Feldern der Fotografie, des Films und der theatralen bzw. perfor-mativen Künste. Das postmoderne Framing und Sampling von partiellen Selbstbildern und Vorbildern, welches den Fokus und den Rohstoff der performativen Künste darstellt, wiederholt sich - in veränderter Weise - in den massenkulturellen, zunehmend internetbasierten Inszenierungen von Selbstbildern und Vorbildern. Diese neuartigen Formen der Inszenierungstechniken vermittels audio-visueller aber auch digitaler Medien führen zu neuen, normgebenden Bildsprachen, deren Wirkungsmacht wiederum in kultur- und medienwissenschaftlicher Perspektive erst entziffert und decodiert werden müssen.Das Forschungsmodul und seine drei Teilprojekte (1. Zwischen Film und Computer. Zur Dynamik intermedialer Bildsprachen; 2. Intermedialer Situationismus. Zur Genese performativer Räume aus der Site-Specific Art; 3. Fotografische Privatbilder. Zur Identitätsinszenierung von Jugendlichen in der Netz- und Peer Group-Kommunikation) haben zum Ziel, den intermedial turn innerhalb des zeitgenössischen Medien- und Kulturwandels exemplarisch im Spannungsbogen von Alltag und Kunst zu analysieren. Sowohl die begriffshistorischen Untersuchungen wie Filmanalysen zur Intermedialität digitaler Bewegtbilder (Computer als Objekt der filmischen Inszenierung / Der Film als Objekt der digitalen Inszenierung) als auch die Analyse der theatralen und performativen Räume im Kontext der ‚situationistischen’ Site-Specific Art sowie die empirischen Studien zur Inszenierung von jugendkultureller Identität vermittels der im Web veröffentlichten und verbreiteten Privat-Fotografien haben zum Ziel, die Spuren des Medien- und Kulturwandels detailliert nachzuzeichnen.
Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

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