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Differentiation between paedophile child abusers and consumers of child internetpornography (internet sex offenders) by means of visual erotic stimulation

English title Differentiation between paedophile child abusers and consumers of child internetpornography (internet sex offenders) by means of visual erotic stimulation
Applicant Dittmann Volker
Number 116768
Funding scheme Project funding (Div. I-III)
Research institution Psychiatrische Klinik Universitäre Psychiatrische Kliniken UPK
Institution of higher education University of Basel - BS
Main discipline Neurology, Psychiatry
Start/End 01.05.2008 - 30.04.2011
Approved amount 260'000.00
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Keywords (5)

paedophilia; internet; sex; offender; child abuse

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary
Unterscheidung zwischen pädophilen Kindsmissbrauchern und Konsumenten von Kinderpornographie im Internet mittels visueller erotischer StimulationProf. Dr. med. Volker Dittmann, Leiter Forensische Abteilung, Universitäre Psychiatrische Kliniken BaselDer stark zunehmende Konsum von Kinderpornographie im Internet wirft unter anderem die Frage auf, ob es sich bei diesen Konsumenten um potentielle Kindsmissbraucher handelt. In diesem Projekt werden Grundlagendaten für eine zukünftige Differenzierung dieser beiden Gruppen erhoben.Bislang galt in der forensischen Psychiatrie der Konsum von Kinderpornographie als Zeichen einer entsprechenden sexuellen Perversion und somit eines erhöhten Risikos für sexuelle Übergriffe gegenüber Kindern. Die starke Verbreitung von Kinderpornographie im Internet, vereinzelte Daten aus Studien zur sexuellen Orientierung in der Allgemeinbevölkerung mit teilweise hohen Prävalenzraten für sexuelles Interesse an Kinder sowie die eigenen klinischen Erfahrungen in der Beurteilung von mittlerweile über 60 Konsumenten von Kinderpornographie lassen aber Zweifel an diesem direkten Zusammenhang aufkommen. Im Sinne einer zu prüfenden Hypothese ist nicht primär die pädosexuelle Orientierung einer Person als Risikomerkmal für einen Kindsmissbrauch zu werten sondern die Kombination dieser sexuellen Präferenz mit Störungen der Grundpersönlichkeit im Sinne einer mangelnden Fähigkeit, Grenzen erkennen und respektieren, soziale und gesellschaftliche Normen einhalten und eigenes Verhalten planvoll steuern zu können.Das Projekt hat zum Ziel, Grundlagendaten zur Differenzierung von einerseits Kindsmissbrauchern und andererseits Konsumenten von Kinderpornographie zu liefern, damit in Zukunft besser zwischen gefährlichen Kindsmissbrauchern und, ohne dies bagatellisieren zu wollen, weniger gefährlichen Konsumenten von Kindsmissbrauchern unterschieden werden kann. Mit psychologischen Tests sowie elektrophysiologischen und Bild gebenden Untersuchungen sollen letztlich Verfahren entwickelt werden, welche eine bewusste Manipulation durch die Testpersonen ausschliessen.Gerade auch die aktuellen gesetzgebenden Aktivitäten zum Beispiel bezüglich pädophiler Lehrer und Sporttrainer zeigen die hohe gesellschaftliche Relevanz des Themas. In Zukunft werden möglichst fundierte und objektive Daten benötigt, um verlässliche forensisch-psychiatrische Prognosen bei strafrechtlichen Begutachtungen von Konsumenten von Kinderpornographie erstellen zu können.
Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

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