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Körper und Geschlecht: Normierungsprozesse im Spannungsfeld von Heilung und Verletzung

English title Body and Gender - Processes of Standardization Between Healing and Violation
Applicant Wecker Regina
Number 114492
Funding scheme ProDoc
Research institution Departement Geschichte Universität Basel
Institution of higher education University of Basel - BS
Main discipline General history (without pre-and early history)
Start/End 01.10.2006 - 31.01.2010
Approved amount 390'901.00
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All Disciplines (3)

Discipline
General history (without pre-and early history)
Psychology
Sociology

Keywords (7)

Geschlecht; Eugenik; Organspende; Intersexualität; Freiwilligkeit und Zwang; Gender; Forel

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary
KÖRPER UND GESCHLECHT:NORMIERUNGSPROZESSE IM SPANNUNGSFELD VON HEILUNG UND VERLETZUNGKörper und Körpervorstellungen sind zu einem gesellschaftlichen Schlüsselthema aber auch zum Fokus wissen-schaftlicher Diskurse geworden.Im vergangenen Jahrzehnt hat eine starke Erweiterung der biomedizinischen Kenntnisse wie auch der Technologieanwendung im Bereich von Diagnose und Therapie stattgefunden, die das Körperverständnis, insbesondere das Verständnis des „Geschlechtskörpers“, und das Verständnis von Gesundheit und Krankheit verändert haben. Es hatte zur Folge, dass Menschen eher geneigt sind, ihren Körper, seine Funktionen, Formen, „Defizite“ und Krankheiten als veränderbar und formbar zu verstehen. Durch die Gesetzgebung, aber auch durch medizinische und ethische Richtlinien, wird versucht, diesen Wunsch nach Veränderung zu steuern, risikoreiche oder als unnötig empfundene, insbesondere operative Veränderungen zu reglementieren. Dabei hat aber nicht nur die medizinische Einschätzung des Risikos einer Therapie sondern auch die gesellschaftliche Beurteilung von Notwendigkeit und Angemessenheit, und zwar auch in Bezug auf die Geschlechterkonzeptionen, grosse Bedeutung. Unter welchen Voraussetzungen, mit welchen Erwartungen, aber auch unter welchen Zwängen wurden und werden nun diese Eingriffe in den Körper vollzogen, wie sind sie zwischen Normierungversuchen, Heilungsversprechung und Verletzungsgefahren zu verorten, wie wird auf sie reagiert? Welche (traditionellen) Geschlechtervorstellungen liegen ihnen zugrunde und wie verändern sie ihrerseits die Geschlechtervorstellungen. Diesen Fragen geht das Projekt in drei thematisch und disziplinär unterschiedlich verankerten Forschungsprojekten für Vergangenheit und Gegenwart nach. Ziel ist die Analyse von Wandel und Persistenz in den Geschlechterbeziehungen in Bezug auf Körper und Körpervorstellung:1. Fremdkörperkonzepte. Zur Eugenik im Werk Auguste Forels (Projekt Isabel Miko Iso) 2. Die Geschlechterdifferenz im Rahmen der Lebendorganspende (Projekt Merve Winter) 3. Formierung einer intersexuellen Bewegung im deutschsprachigen Raum (Projekt Kathrin Zehnder)
Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

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