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Studien zur Inneren Kolonisation in Spanien 1907 und 1936

Applicant Luzón Canto Sara Patricia
Number 114348
Funding scheme Marie Heim-Voegtlin grants
Research institution Institut für Geschichte und Theorie der Architektur / gta D-ARCH ETH Zürich
Institution of higher education ETH Zurich - ETHZ
Main discipline Architecture and Social urban science
Start/End 01.10.2006 - 31.12.2007
Approved amount 71'043.00
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All Disciplines (4)

Discipline
Architecture and Social urban science
Sociology
General history (without pre-and early history)
Political science

Keywords (6)

Architektur; Urbanistik; Soziologie; Politik; Innere Kolonisation; Siedlungsstruktur

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary
Das Forschungsprojekt hat die Untersuchung der Inneren Kolonisation Spaniens im Zeitraum von 1907 bis 1936 sowie den Vergleich dieser staatlichen Unternehmung mit anderen ausländischen Beispielen zum Ziel.Mit ‹Innerer Kolonisation› bezeichnet man eine spanische Staatsinitiative des 20. Jahrhunderts von nationaler Bedeutung, in deren Folge neue Siedlungsstrukturen im gesamten spanischen Landesterritorium gegründet wurden. Es werden verschiedene Aspekte der Inneren Kolonisation untersucht: Städtebauliche, architektonische, raumplanerische, soziologische, politische, wirtschaftliche und juristische Aspekte. Die Planung, die Projekte sowie die städtebauliche Entwicklung neuer poblados (Dörfer), als Resultat der Inneren Kolonisation, stehen im Mittelpunkt des Forschungsprojektes.
Spanien hat in seiner Geschichte bedeutende Momente der Inneren Kolonisation erlebt. Die letzten grossen Vorhaben des Staates fanden zwischen 1939 und 1960 statt, unter Francisco Francos Diktatur. Dieser Prozess wurde durch eine wichtige Agrarreform angetrieben und bringt die Neugründung von über 300 Kolonisationsdörfern in ganz Spanien hervor, vor allem in den Flussbecken des Ebro und Guadalquivir, im Norden und Süden des Landes. Dies wird als einer der grössten Erfolge des Regimes dargestellt. Wie schon einige Autoren angemerkt haben, war der Frankismus fähig, fremde Theorien zu verarbeiten und als seine zu übernehmen. Der Bereich des Städtebaus stellt hier keine Ausnahme dar. Manche dieser Autoren verteidigen weiterhin, dass der Frankismus weniger neue Prinzipien entwickelte, als sich Theorien der Zeit vor dem Krieg zu Eigen zu machen.Aus diesem Grund müssen wir die Studie um die Jahrhundertwende beginnen, um die Entwicklung der Besiedlungspolitik Spaniens des 20. Jahrhunderts und ihre Folgen bis in unsere Tage besser zu verstehen.
Die Geschichte der spanischen Regional- und Stadtplanung weist noch weitere Lücken auf. Wir möchten die Verbindung mit anderen Städtebautheorien untersuchen. Das Resultat soll ein neuer Beitrag zur Städtebaugeschichte Spaniens und Europas werden.
Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

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