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Geschichte und Wissenschaftstheorie der Feynman-Diagramme in der Teilchenphysik

Applicant Grasshoff Gerd
Number 113589
Funding scheme Project funding
Research institution Institut für Philosophie Universität Bern
Institution of higher education University of Berne - BE
Main discipline Philosophy
Start/End 01.10.2006 - 30.09.2008
Approved amount 93'450.00
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Keywords (8)

Philosophy of Science; Particle Physics; Science; History and Philosophy of Science; Physics; means of representation; interpretation of Quantum Field Theory (QFT); elementary particles

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary
Die klassische Wissenschaftstheorie behandelt die methodologischen Eigenschaften der Inhalte von Theorien, z.B. deren Rechtfertigung oder Kritik durch empirische Daten. Hierfür spielt es keine Rolle, auf welche Weise diese Inhalte repräsentiert werden. Neuere Ansätze der Wissenschaftstheorie betonen hingegen, wie sehr die methodologische Beurteilung einer Theorie von den Repräsentationsmitteln abhängt, welche die Inhalte überhaupt erst ausdrückbar und verwendbar machen.Repräsentationsmittel spielen aus dieser Perspektive eine unhintergehbare Rolle bei der Entstehung, Rechtfertigung und Interpretation theoretischer Inhalte. Die Diskussion einer Wissenschaftstheorie der Repräsentationsmittel ist das Leitthema des hier vorgestellten Projekts, das als Fallstudie eines der wichtigsten Ausdrucksmittel moderner Physik analysiert -- die Feynman-Diagramme.Mit ihrer bis heute andauernden, enormen Präsenz in Lehre und Forschung der Teilchenphysik bieten die 1948 von Richard P. Feynman eingeführten Diagramme ein optimales Beispiel, um die neuen wissenschaftstheoretischen Ansätze zu prüfen und weiterzuentwickeln. Ihre Geschichte zeigt unter anderem, dass Repräsentationsmittel durchaus nicht immer gleich interpretiert und zu denselben Zwecken verwendet werden; vielmehr verändert sich fortwährend ihr Gehalt und ihr Nutzungskontext, und dieses erfolgt aus inhaltlich und methodologisch gut motivierten Gründen.Ein Begriffsystem sowie ein methodischer Ansatz zur Untersuchung von Abbildungen und Diagrammen in der Wissenschaft wurden am Lehrstuhl im Rahmen anderer Fallstudien bereits entwickelt. Die dabei ausgearbeiteten Kriterien für die Bewertung der Leistung von Abbildungen sollen als Ausgangspunkt dienen, um die historische Einführung, die Weiterentwicklung und den Erfolg der Feynman-Diagramme zu erklären.
Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

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Number Title Start Funding scheme
119960 Entwicklung, Anwendung und Standardisierung mathematischer Methoden und physikalischer Prinzipien in Leonhard Euleurs Arbeiten zur Himmelsmechanik 01.04.2008 Interdisciplinary projects

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