Project

Back to overview

Die Entstehung des Städtebaus als wissenschaftliche Disziplin: eine ideengeschichtliche Analyse der Quellentexte zur Stadt und Städtebau des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts

Applicant Lampugnani Vittorio Magnago
Number 108382
Funding scheme Project funding (Div. I-III)
Research institution Institut für Geschichte & Theorie der Architektur (gta) / D-ARCH ETH Zürich
Institution of higher education ETH Zurich - ETHZ
Main discipline Architecture and Social urban science
Start/End 01.01.2006 - 30.06.2008
Approved amount 215'081.00
Show all

Keywords (11)

town; landscape; city; Town-Planning; Urban Design; Architecture; Theory; History; Literature; 18th-20th Century; Europe

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary
Das Forschungsprojekt „Die Entstehung des Städtebaus als wissenschaftliche
Disziplin: eine ideengeschichtliche Analyse der Quellentexte zur Stadt und Städtebau des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts“ untersucht die kulturelle Genese des Städtebaus. Ausgehend von den theoretischen Schriften zum Städtebau wird die Beziehung der urbanistischen Disziplin zu den benachbarten Wissenschaftsbereichen untersucht und zeichnet somit ein Stück Wissenschaftsgeschichte nach.
Die räumliche und zeitliche Eingrenzung ergibt sich aus den thematischen Vorbedingungen des Untersuchungsgegenstandes: Erstmals wird im Zeitalter der Aufklärung grundlegend über die bestehende Stadt nachgedacht, wird die Idee der „modernen“ Stadt, die bis heute im Städtebaudiskurs präsent ist, formuliert. Mit dem Beginn der Moderne werden dann die ersten theoretischen Gedanken zum Städtebau im wissenschaftlichen Sinne veröffentlicht.
Als Quellenmaterial stehen diejenigen Schriften im Vordergrund, die über Stadt und Städtebau programmatisch reflektieren, d.h. sich mit den städtebaulichen Vorstellungen, mit den Formen, Strukturen, Funktionen und Bedingungen, die der Stadt als menschlicher Lebensraum zugrunde liegen, auseinandersetzen. Es handelt sich einerseits um Texte von Philosophen, Literaten und Soziologen, die sich auf folgenreiche Weise mit dem mentalen und realen Bild der Stadt und den damit verbundenen Erwartungen beschäftigen. Auf der anderen Seite werden auch Texte in die Forschungen miteinbezogen, die hauptsächlich am konkreten Projekt sich entfalten und am spezifischen Beispiel grundlegende Äusserungen zu städtebaulichen Fragen formulieren. Diese Texte stammen überwiegend aus der Feder von Architekten, Architekturtheoretikern und Ingenieuren.
Die Texte werden methodologisch innovativ, interdisziplinär und vergleichend analysiert, dabei werden wichtige Konzepte und Problemfelder diskutiert und bis zu ihrem diskursiven Ursprung zurückverfolgt. Ein präziser sprachlicher und inhaltlicher Textvergleich ermöglicht das Erkennen von Bezügen zwischen den Autoren sowie der Fortentwicklungen von grundlegenden Ideen im kulturgeschichtlichen Rahmen.
Die Ergebnisse des Forschungsprojekts werden als thematische Aufsätze zusammengeführt und in einem Band veröffentlicht.


Das Forschungsprojekt „Die Entstehung des Städtebaus als wissenschaftliche Disziplin: eine ideengeschichtliche Analyse der Quellentexte zu Stadt und Städtebau des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts“ untersucht die kulturelle Genese des Städtebaus als wissenschaftliche Disziplin. Ausgehend von Schriften unterschiedlicher fachlicher Provenienz, in denen Gedanken und Theorien zur Stadt in ihrer physischen, sozialen, politischen und kulturellen Dimension formuliert werden, wird die Beziehung des sich formierenden Städtebaus zu den benachbarten Wissenschaftsbereichen untersucht und somit ein Stück Wissenschaftsgeschichte nachgezeichnet.Die räumliche und zeitliche Eingrenzung des Untersuchungsgegenstandes ergibt sich aus seinen inhaltlichen Gegebenheiten: Erstmals wird im Zeitalter der Aufklärung, parallel zur Festigung der bürgerlichen Kultur, grundlegend über die bestehende Stadt nachgedacht, wird die Idee der „modernen“ Stadt, die bis heute im Städtebaudiskurs präsent ist, formuliert. Als Quellenmaterial stehen diejenigen Schriften im Vordergrund, die eine programmatische Auseinandersetzung mit der Idee von Stadt und Städtebau leisten, d.h. sich mit städtebaulichen Vorstellungen, Formen, Strukturen, Funktionen und Bedingungen, die der Stadt als menschlicher Lebensraum zugrunde liegen, beschäftigen. Es handelt sich zum einen um Texte von Philosophen, Literaten und Soziologen, die sich auf folgenreiche Weise mit dem ideellen und realen Bild der Stadt und den damit verbundenen Erwartungen und Konsequenzen auseinandersetzen. Zum anderen werden auch Schriften in die Forschungen miteinbezogen, die sich hauptsächlich an das konkrete Projekt und an das spezifische Beispiel annähern um daraus grundlegende Folgerungen in Bezug auf städtebauliche Fragen zu gewinnen, wobei es sich dabei meistens um Arbeiten aus der Feder von Architekten, Architekturtheoretikern und Ingenieuren handelt.Die methodisch innovative, interdisziplinäre und vergleichende Textanalyse zielt auf die Eingrenzung wichtiger Konzepte, Begriffe und Problemfelder, die untersucht und in ihrer diskursiven Entwicklung nachverfolgt werden. Ein präziser sprachlicher und inhaltlicher Textvergleich erfasst die Synergien und den Dialog zwischen den Autoren und ermöglicht die Darstellung der kulturgeschichtlichen Dynamik.Die Ergebnisse des Forschungsprojekts sind als thematische Aufsätze aufbereitet worden und in einem zur Publikation ausstehenden Band zusammengeführt.
Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

-