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Erinnerung und Lebenswelt. Gedächtnisgeschichte und Alltag in der Sowjetunion während und nach dem Zweiten Weltkrieg aus kulturwissenschaftlicher Sicht

Applicant Haumann Heiko
Number 107759
Funding scheme Project funding (Div. I-III)
Research institution Departement Geschichte Universität Basel
Institution of higher education University of Basel - BS
Main discipline General history (without pre-and early history)
Start/End 01.10.2005 - 30.09.2008
Approved amount 233'788.00
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Keywords (8)

Erinnerung; Lebenswelt; Gedächtnisgeschichte; Oral History; Sowjetunion; Kriegserfahrung; Kulturgeschichte; Selbstzeugnisse

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary
Das Projekt ist Teil eines interdisziplinären Schwerpunktes „Erinnerungund Lebenswelt“ an der Abteilung Osteuropäische und Neuere AllgemeineGeschichte des Historischen Seminars. Aus verschiedenen Blickrichtungensowie an Beispielen aus unterschiedlichen Perioden und Räumenthematisieren wir den Umgang mit Geschichte. Dabei fragen wir, ausgehendvon einem lebensweltlichen Ansatz, nach dem Verhältnis von individuellerund kollektiver Erinnerung. In der Erinnerung wird Geschichte als die„eigene“ erfahren, sie wird Teil der eigenen Lebenswelt. Insbesondere gehtes uns um Erinnerungsvorgänge. Wir streben an, das Instrumentarium zurquellenkritischen Beschäftigung mit Erinnerungen zu verbessern, um dieverschiedenen Einflüsse auf das Gedächtnis, die zu jeweils neuenVerarbeitungen des Erlebten und Erfahrenen führen und in gewisser WeiseSchichten der Erinnerung ausbilden, fassen zu können. Quellen sind dabeivor allem Autobiographien, mündlich erzählte lebensgeschichtlicheErinnerungen, Briefe und Tagebücher, Photographien, aber ebenso Zeugnisseder Geschichtspolitik, wie sie sich in Verlautbarungen staatlicher Organeund gesellschaftlicher Gruppen ausdrücken sowie in den Medienniederschlagen. In diesen Rahmen gliedert sich Carmen Scheides Projektüber Erinnerungsvorgänge und Erinnerungsmuster an den Zweiten Weltkrieg inder Sowjetunion zwischen 1941 und 1995 ein. Gefragt wird nach demVerhältnis individueller Erinnerungen zu offiziellen Deutungsmustern inden verschiedenen historischen Phasen. Ebenso soll der Einfluss von„Gruppengedächtnissen“ und literarischen Verarbeitungen untersucht werden.Die Wechselbeziehungen zwischen individuellen und kollektiven Erinnerungenan den Zweiten Weltkrieg in der Sowjetunion sowie die jeweiligeErinnerungskultur kommen auf diese Weise in das Blickfeld. Das historischeSubjekt in seinen Lebenswelten steht dabei im Mittelpunkt. Die Ergebnissewerden in Beziehung gesetzt zur Geschichte der Sowjetunion, die dadurch inneuem Licht erscheint.
Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

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