Publication

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Book (peer-reviewed)

Publisher Zaglossus, Wien
ISBN 978-3-902902-51-1

Abstract

Wie verändert sich die herrschende Auffassung von Familie, wenn neuerdings auch Lesben, Schwule und Trans* vermehrt Kinder haben? Wie wird gesellschaftspolitisch debattiert, wer sich als Familie auszeichnet? In dieser ethnografischen Studie zeichnet Yv E. Nay nach, wie die Figur der „Regenbogenfamilie" als Kristallisationspunkt fur die Aufweichung von Normalitätsvorstellungen von Familie dient und gleichzeitig konstitutiv mit einer Verfestigung rassistischer, kulturalisierender und nationalistischer Normen zusammenhängt. Dabei werden die Forderungen nach rechtlicher Anerkennung, das Ideal des Familienglucks und die Stilisierung einer „demokratischen" und „fortschrittlichen" Nation untersucht. Die Analysen munden in eine affekttheoretische Reformulierung des analytischen Begriffs „Heteronormativität"als einer Sehnsucht nach Normalität und in einen Vorschlag fur eine Konzeption queerfeministischer Politiken affektiver Paradoxien.
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