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Romanen und ihre (Fremd-)Bezeichnungen im Mittelalter: Der Schweizer Raum und das angrenzende alemannische Gebiet

Type of publication Peer-reviewed
Publikationsform Contribution to book (peer-reviewed)
Author Schneider Thomas Franz, Pfister Max,
Project Ortsnamenbuch des Kantons Bern, Q-S
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Contribution to book (peer-reviewed)

Book Walchen, Romani und Latini. Variationen einer nachröm. Gruppenbez. zw. Britannien und dem Balka
Editor , Walter Pohl Ingrid Hartl Wolfgang Haubrichs
Publisher Österreichische Akademie der Wissenschaften (Forschungen zur Geschichte des Mittelalters), Wien
Page(s) 127 - 152
Title of proceedings Walchen, Romani und Latini. Variationen einer nachröm. Gruppenbez. zw. Britannien und dem Balka

Abstract

0.1. Untersuchungsgebiet Untersuchungsgebiet sind die heutige Schweiz und das alemannische Grenzgebiet in Süddeutschland, im Elsass und im Vorarlberg. 0.2. Untersuchungsgegenstand Untersuchungsgegenstand sind die Fremdbezeichnungen für die mittelalterlichen Romanen im Untersuchungsgebiet anhand von Bevölkerungsnamen, Siedlungsnamen und Makrotoponymen. 0.3. Bezeichnungen Im Gebiet der heutigen Schweiz gab es im Mittelalter zwei Fremdbezeichnungen für Romanen. Es sind dies lat. Romanus/ahd. Rūmān (1.), und ahd. Walah (2.). Die (Selbst-)Bezeichnung Ladín beschränkt sich auf die romanischen Sprachen und ihre Sprecher im Engadin, dem Friaul und den Dolomitentälern. Für das Engadin erscheint sie erstmals im 16. Jh. In Toponymen fehlt sie bis auf zwei unklare Belege im Vorderrheintal ganz. 0.4. Ziel der Untersuchung Ziel der Untersuchung ist die kommentierende Präsentation eines diachronen Überblicks über die in den einschlägigen Sammlungen für die genannten Bezeichnungen greifbaren proprialen Belege und Belegreihen, wobei der Schwerpunkt auf den Landschafts- und Siedlungsnamen liegt. Am aussagekräftigsten sind hierfür natürlich urkundliche Belege vor der Jahrtausendwende, doch muss der zeitliche Rahmen der Beobachtungen aufgrund der Beleglage vor allem in der westlichen Schweiz bis in die frühe Neuzeit ausgedehnt werden. In Übereinstimmung mit Wiesinger und Jochum-Godglück sind aber nach dem 17. Jh. erstmals dokumentierte Belege "in Argumentationen als echte, auf Romanen hindeutende Namen" nicht einzubeziehen. 0.5. Darstellung Die Darstellung der im Untersuchungsgebiet zu findenden Benennungen bzw. ihrer Belegreihen folgt in erster Linie namengrammatischen Gesichtspunkten. Der Auflistung der Namensimplizia (mit Suffixableitungen) folgt diejenige der Komposita. Die Belege stammen aus einschlägigen Publikationen und aus den noch unpublizierten Materialien der Forschungsstelle für Namenkunde der Universität Bern.
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