Publikation

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Materielle Ungleichheit in der Schweiz im Wandel der Zeit

Publikationsart Nicht peer-reviewed
Publikationsform Buchbeitrag (nicht peer-reviewed)
Publikationsdatum 2016
Projekt Ungleichheit der Einkommen und Vermögen in der Schweiz von 1970 bis 2010
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Buchbeitrag (nicht peer-reviewed)

Buch Essays on Inequality and Integration
Seite(n) 116 - 152
ISBN 978-3-03777-145-7
Titel der Proceedings Essays on Inequality and Integration

Abstract

Die Schere zwischen Reich und Arm öffnet sich in den meisten westlichen Ländern, wie die OECD (2011) berichtete. Für die Autoren der OECD-Studie sind Globalisierung und Abbau staatlicher Institutionen die treibenden Kräfte dieser Entwicklung. Die jüngste Wirtschaftskrise verschärfte das damit einhergehende Unbehagen und die Dringlichkeit, mit welchen Verteilungsfragen gestellt wurden – auch in der Schweiz. Obwohl das Thema auf der politischen Agenda weit oben stand, sind sich interdisziplinäre Forschungsbemühungen bisher uneins, wie die Ungleichheitsentwicklung in der Schweiz tatsächlich einzuschätzen ist. Sind die materiellen Ressourcen in der Schweiz zunehmend ungleicher verteilt? Dieser Frage gehen wir in diesem Beitrag nach, indem wir die Entwicklung der Einkommens- und Vermögensverteilung auf der Basis von Steuerstatistiken nachzeichnen. Von 1950 bis 2010 finden wir eine Zunahme der Einkommensungleichheit und im Vergleich zum restlichen Europa eine ausserordentlich starke Konzentration der Vermögen. Zudem zeigt sich, dass die Einkommensungleichheit durch konjunkturelle Zyklen beeinflusst wird. In prosperierender Zeit nahm die Ungleichheit tendenziell zu, während sie in Krisen abnahm. Ausgleichende Effekte sind ferner als Folge des Ausbaus des Systems der Sozialen Sicherheit zu erkennen. Auf kantonaler Ebene zeigt sich schliesslich, dass der Steuerwettbewerb erwartungsgemäss zu einer regionalen Konzentration von Gutverdienenden geführt hat.
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