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Leid-Bilder. Die Passionsgeschichte in der Kultur

Type of publication Peer-reviewed
Publikationsform Editors (peer-reviewed)
Project Mormons in Documentary Media. Religion in Spaces of Communication
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Editors (peer-reviewed)

Editor , Scolari Baldessare; , Mäder Marie-Therese/ //Scolari Baldessare; , Pezzoli-Olgiati Daria; , Fritz Natalie
Publisher Schüren Verlag, Marburg
ISBN 978-3-89472-715-4

Abstract

Die Passionsgeschichte wird seit mehr als 20 Jahrhunderten erzählt und in vielen Formen und Variationen weitergegeben. Sie bildet die konstante Grundlage der sich durch Zeiten und Kulturen verbreiteten Traditionen und Gemeinschaften, die unter dem allgemeinen Stichwort «Christentum» subsumiert werden. Die Passion wird nicht nur in christlichen Gemeinden erzählt, sondern in vielen gesellschaftlichen Bereichen aufgenommen, adaptiert, kritisiert, verfremdet und auf vielfältige Weisen weitergegeben. Die Passionsgeschichte als zentrale Narration der Evangelien löste nicht nur inner-, sondern in vielfältiger und bemerkenswerter Weise auch außerhalb der kirchlichen Traditionen unterschiedliche Rezeptionen und Reaktionen aus. Im Laufe der Europäischen Religionsgeschichte wurde sie in verschiedene Kontexte übertragen und mittels diverser Medien variantenreich umgesetzt: Das Spektrum reicht von der Malerei bis zu den Passionsspielen, von den Karfreitag-Prozessionen bis zu Bachs Werken, von Lesungen in den Kirchen bis zum sozialkritischen Kino. Die Veröffentlichung Leid-Bilder. Die Passionsgeschichte in der Kultur setzt sich mit der Rezeptionsgeschichte der Passion im Film auseinander. In der Erforschung der Wechselwirkung zwischen Film und Religion, die die Filmgeschichte von Beginn an prägt, übernimmt die Passion eine zentrale Rolle. Die Liste der relevanten Werke ist lang und die damit assoziierten Themen ganz unterschiedlich: Bestimmte Filme übernehmen eine religiöse, fast liturgische Funktion, andere setzen das Motiv religionskritisch ein; einige Werke vertreten einen ethnographischen Blick oder erkunden die Grenzen des Skandals. Die Palette reicht vom Drama über die Komödie bis zum Musical. Stilistisch wird ein Bogen vom Stummfilm zu den opulenten historisierenden Werken bis hin zum experimentellen Autorenkino gespannt.
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