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Book Nachhaltige Wassernutzung: Der Fall Mönchaltorfer Aa, Greifensee, transdisziplinäre Fallstudie 2011 (Eine Studie im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramm "Nachhaltige Wassernutzung" (NFP 61))
Publisher ETH-UNS TdLab, ETH-Zürich
ISBN xxx

Open Access

URL http://www.uns.ethz.ch/translab/cs_former/2011/CS_2011_Broschuere_V03_Web.pdf
Type of Open Access Repository (Green Open Access)

Abstract

Die transdisziplinäre Fallstudie 2011 befasste sich mit NachhaltigerWassernutzung im Einzugsgebiet des Greifensees. Untersucht wurden die Zusammenarbeit von Akteuren bei der Erarbeitung des «Massnahmenplan Wasser Einzugsgebiet Greifensee», die Akzeptanz und Robustheit verschiedener Alternativen der Wasserinfrastruktur, sowie der Landwirtschaft in Zeiten des Klimawandels. Der Massnahmenplan Wasser Greifensee war als internes Planungsinstrument für das AWEL sehr wichtig. Die Ausarbeitung des Massnahmenplans führte vor allem zu einem Informationsaustausch, aber nicht wirklich zu einer intensiven Zusammenarbeit unter den Akteuren. Der aufgezeigte latente Konflikt zwischen Revitalisierung von Gewässern und der Landwirtschaft verdient sicher gezielte Aufmerksamkeit bei der Umsetzung der erarbeitetenMassnahmen. Die hohen Phosphor-Einträge und damit einhergehenden Ökosystembeeinträchtigungen für den Greifensee sind bis heute ein grosses Problem in der Region. Die vorgeschlagenen Infrastrukturalternativen im Bereich Regenwasser (v.a. dezentral angeordnete Versickerungsmulden) sind zwar mit hohen Investitionskosten und Landverbrauch verbunden, geniessen aber die höchste Akzeptanz bei den Akteuren. Die landwirtschaftlichen Betriebe zeigen sich der aktuellen Situation gut angepasst: die heutige Pflugtiefe und gewählte vielfältige Fruchtfolgen erscheinen optimal. Unter dem Einfluss des Klimawandels ändern sich die Verhältnisse jedoch: das Reduzieren der Pflugtiefe wird attraktiver, wobei aber die Bewässerung weiterhin eher Nischen vorbehalten bleibt. Ausserdem scheint in Zukunft eine Fruchtfolge mit vermehrtem Anbau von Mais und Weizen besser angepasst, die allerdings eine verstärkte Stickstoffauswaschung mit sich bringen kann. An dem Lehrforschungsprojekt beteiligten sich 17 Studierende aus 8 verschiedenen Ländern, 6 Doktorierende an der ETH Zürich und Eawag, 5 Dozierende der ETH Zürich, 3 Dozierende der Eawag und Agroscope sowie etwas mehr als 100 Beteiligte aus der Region.
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