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-isc- in romanischen Schweizer Toponymen

Type of publication Not peer-reviewed
Publikationsform Original article (non peer-reviewed)
Publication date 2011
Author Fetzer This Michel,
Project Ortsnamenbuch des Kantons Bern, Q-S
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Original article (non peer-reviewed)

Journal Beiträge zur Namenforschung. Neue Folge
Volume (Issue) 46(3)
Page(s) 321 - 335
Title of proceedings Beiträge zur Namenforschung. Neue Folge

Abstract

Mehrere SchweizerToponyme galten und gelten zum Teil noch heute als (gallo)romanische Bildungen mit Personennamen und einem toponymischen Lehnsuffix -isc-: Barberêche, Bevaix, Conthey, Petinesca † und Vevey. Der Beilrag vereinigt erstmals neuere Erkenntnisse für diese und weitere Namen, die diese Bildungsweise unwahrscheinlich machen. Antike romanische Toponyme mit -isc-Suffix sind vermutlich mit Ethnonymen oder Personennamen gebildet, die das Suffix -isc- bereits enthalten und mittels dieses Suffixes wahrscheinlich von Toponymen abgeleitet sind. Dagegen ist die Bildung von Toponymen mittels -isc-Ableitung von Personennamen eher auszuschließen, weil das lateinische Suffix in erster Linie anthroponymische Funktion hatte. -isc-Toponyme bezeichnen Besitz einer Bewohnergruppe oder Person, wobei die Entscheidung zwischen diesen beiden Möglichkeiten schwer zu fällen ist. In ihrer Bildungsweise von diesen Toponymen zu trennen sind nachantike romanische Toponyme mit einem Adjektivsuffix -isc, das einer germanischen Sprache entlehnt ist.
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