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Contribution to book (non peer-reviewed)

Book Die Schweiz auf Kurzwelle: Musik - Programm - Geschichte(n)
Editor , Forschungsgruppe Broadcasting Swissness; , Forschungsgruppe Broadcasting Swissness
Publisher Chronos, Zürich
ISBN 978-3-0340-1333-8
Title of proceedings Die Schweiz auf Kurzwelle: Musik - Programm - Geschichte(n)

Abstract

Der Beitrag beschäftigt sich mit den Radio-Weltschützenfesten, die ab den 1930er Jahren bis hinein in die 1960er Jahre insgesamt sechs Mal vom KWD in Zusammenarbeit mit Auslandschweizer-Kolonien weltweit organisiert wurden. Die Wettbewerbe besassen Volksfestcharakter; alle zwei bis fünf Jahre fanden zeitgleich in den teilnehmenden Orten auf allen Kontinenten Schiesswettbewerbe für Auslandschweizer statt, deren Ergebnisse per Telegramm an den KWD zur Auswertung geschickt wurden. Der Beitrag untersucht, wie die Radio-Weltschützenfeste abliefen und wie der KWD dazu kam, sie zu organisieren. Zudem wird gefragt, welche Bedeutung das Schützenwesen für die schweizerische nationale Identität hatte und wie sich das Verhältnis zwischen der Schweiz und ihren Auswanderern im Ausland Mitte des 20. Jahrhunderts dar stellte. Das Beispiel der Radio-Weltschützenfeste zeigt, wie schweizerische Migranten schweizerische Festkultur im Ausland gelebt haben und dabei von den Behörden in der Schweiz und im Gastland unterstützt wurden. Nach einer überblicksartigen Darstellung der Radio-Weltschützenfeste anhand historischer Quellen folgt ein Exkurs über die kulturelle Bedeutung des Schützenwesens für die nationale Identität in der Schweiz. Am Beispiel des Eidgenössischen Schützenfestes 1939 in Luzern werden sodann die Gründe zur Etablierung der Weltschützenfeste näher untersucht. Abschliessend soll die Praxis der Radio-Weltschützenfeste als Versuch der translokalen Vergemeinschaftung zwischen Schweizern weltweit gedeutet werden.
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