Lead
Dieses Projekt rekonstruiert, wie den bildungspolitischen Implikationen des technologischen Wandels zwischen 1970 und dem Ende des Dotcom-Booms um 2000 politisch begegnet wurde. Das Projekt konzentriert sich insbesondere auf die politischen Initiativen in den Bereichen Sekundarschule, Berufsausbildung, beruflicher Erwachsenenbildung und Hochschulbildung.

Lay summary
Im Bereich der Halbleitertechnologie befürchteten die europäischen Staaten und die Europäische Kommission nach den Boomjahrzehnten, dass sie in wirtschaftlicher Hinsicht gegen Japan und die USA verlieren würden. Basierend auf früheren Untersuchungen geht das Projekt davon aus, dass die europäischen Staaten seit Mitte der 70er Jahre eine technologische Agenda vorangetrieben haben, die auch die Bildungspolitik beeinflusst hat.
Das Projekt basiert auf einem vergleichenden Ansatz. Es untersucht bildungspolitische Initiativen in Europa und konzentriert sich dabei insbesondere auf die Entwicklungen in der Schweiz, in Deutschland (Ost und West) und Schweden. Ausgehend von der bestehenden Forschung zu einzelnen Entwicklungen untersucht das Projekt systematisch die Rolle nationaler, supranationaler und transnationaler Akteure in Politik und Wissenschaft.
Methodisch folgt das Projekt einem Ansatz, der politische Antworten auf technologische Herausforderungen seit den 1970er Jahren in einer europäischen Multi-Level-Governance rekonstruiert. Der Quellenkorpus für dieses Projekt besteht aus offiziellen Dokumenten verschiedener politischer Ebenen sowie aus grauer Literatur, Memos, Korrespondenz und unveröffentlichten Manuskripten. Es zielt darauf ab, die komplexen Handlungszusammenhänge auf verschiedenen Ebenen zu untersuchen.