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Die Entwicklung neuer Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) Verfahren zur quantitativen und reproduzierbaren Erfassung von prognostischen oder diagnostischen Gewebekenngrössen bildet einen der herausforderndsten Aspekte der modernen MRT. Dieses Projekt leistet dazu einen Beitrag.

Lay summary

Inhalt und Ziele des Forschungsprojekts

In den meisten naturwissenschaftlichen Disziplinen nimmt die Erfassung von physikalischen Grössen eine zentrale Stellung ein. Solche quantitativen Messwerte haben nicht nur den entscheidenden Vorteil, dass sie objektiv und damit vorurteilsfrei sind, sondern auch, dass sie gut reproduzierbar sind. Grundsätzlich ist auch eine quantitative Bestimmung von prognostischen oder diagnostischen Gewebekenngrössen mittels MRT möglich: die «quantitative» MRT benötigt jedoch typischerweise eine um ein Vielfaches längere Aufnahmezeit im Vergleich zu einer einfachen «qualitativen» MRT. Aufgrund ihrer Geschwindigkeit werden daher qualitative MRT Verfahren vorrangig in der klinischen Routine und Diagnostik eingesetzt, obwohl sie zumeist nur eine reine „Hell-Dunkel-Interpretation von Bildpunkten“ zulassen, und damit der Interpretationsspielraum gross und die Messung im Allgemeinen wenig vergleichbar ist. Ziel dieses Forschungsprojektes ist deshalb die Entwicklung von neuen, quantitativen MRT Verfahren, die «schnell» genug sind um auch im klinischen Umfeld eingesetzt werden zu können. Einerseits werden frei bewegliche und «nichtbewegliche» Protonen untersucht. Ihre Eigenschaften gehören zu den bedeutendsten und sensitivsten MRT Kenngrössen für pathologische Veränderungen, da sie direkt die Interaktion der Wassermoleküle mit ihrer lokalen Umgebung widerspiegeln. Andererseits werden neue Verfahren gesucht, um elektrische Gewebeeigenschaften, wie zum Beispiel die Leitfähigkeit, zu messen.

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts

Das Projekt befasst sich mit der Entwicklung neuer, sehr schneller, objektiver und reproduzierbarer MRT Verfahren für die medizinische Bildgebung und Diagnostik in der klinischen Routine.