Lead
Cookies, Kundenkarten, oder digitale Fingerabdrücke - Unternehmen nutzen die Möglichkeiten der Digitalisierung, um das Kaufverhalten von Kunden systematisch zu analysieren und ihre eigenen Preise dynamisch anzupassen. Die Auswirkungen der verhaltensbasierten Preisdiskriminierung (BBPD) auf die Preisstruktur und die Markteilnehmer sind bisher nur in Teilen untersucht worden. Dieses Projekt leistet einen Beitrag zur Analyse der Auswirkungen von BBPD.

Lay summary
Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts

Das übergeordnete Ziel dieses Projektes ist es, zu einem besseren Verständnis von BBPD beizutragen. Die Analyse fokussiert auf folgende Aspekte: (i) das Preissetzungsverhalten, wenn Kunden nur unvollständig identifiziert werden können; (ii) die Auswirkungen auf das Kaufverhalten strategischer Kunden, die bei variierenden Preisen zu möglichst tiefen Preisen einkaufen wollen; (iii) die strategische Rolle von Kundenprotesten und Boykotten; sowie (iv) die Parallelen von BBPD zur dynamischen Anpassung von Bussen für eine Umgehung der Zahlungspflicht (z.B. Online-Piraterie, Schwarzfahren).

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts

Dieses Projekt wird neue Erkenntnisse über die Auswirkungen der verhaltensbasierten Preisdiskriminierung generieren, die in der digitalen Welt zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Ergebnisse werden eine fundierte Diskussion über die gesellschaftlichen Auswirkungen von BBPD ermöglichen und dazu beitragen, Lösungen für die Vermeidung möglicher schädlicher oder unerwünschter Konsequenzen zu finden.