Lead
Wir untersuchen die Enstehung von Rhyolithen, einem sehr SiO2-reichen vulkanischen Gestein. Der Ausbruch rhyolithischer Magmen ist häufig sehr explosiv, und ein besseres Verständnis der Genese von Rhyolithen dient in der Lagen Sicht einer besseren Abschätzung der Naturgefahren.

Lay summary

Wir untersuchen die Entstehung, einer grossen magmatischen Provinz, der Chon Aike Provinz, die im Jura entstanden ist und mit dem Aufbrechen des Superkontinentes Gondwana im Zusammenhang steht. Die vulkanischen Gesteine dieser Provinz bedeckt grosse Teile Patagoniens (Argentinien). Von besonderem Interesse ist, dass diese Gesteinsserien reich an Rhyolith, einem sehr SiO2-reichen vulkanischen Gestein, sind. Die Entstehung, solcher SiO2-reicher Vulkanite ist seit nicht nur Gegenstand wissenschaftlichen Diskussion, sie sind auch von gesellschaftlichem Interesse, da ein Ausbruch rhyolithischer Magmen häufig sehr explosiv ist, und gewaltige Menge von Asche ausgeworfen werden können – oft zum Schaden von Mensch und Natur. Beispiele solcher rhyolithischer Systeme sind die Yellowstone Provinz in den USA oder auch der Vulkan Chaitén in Chile.

 

Unser Interesse gilt der Frage nach der Entstehung solcher Magmen, speziell der Frage welche Rolle die Aufschmelzung einer bereits existierenden kontinentalen Kruste z.B. alter Sedimente in der Genese von Rhyolithen spielt (im Gegensatz zur sog. fraktionierten Kristallisation aus einem basaltischen Stamm-Magma). In diesem Rahmen werden wir auch neuen Methoden testen vor allem die Diffusion von Spurenelementen (z.B. das Verhalten von Titanium in Quarz). Dies erfordert den Gebrauch moderner hochauflösender Analysetechniken (Sekundär-Ionen-Massenspektrometrie). Diese Studien zur Geospeedometrie werden uns Aufschluss über den Zeitraum der Magmenbildung geben; im Besonderen ist die mögliche Abschätzung des Zeitraumes zwischen Kristallisation eines Minerals (z.B. Quarz) und dem Auswurf an der Oberfläche interessant.

 

Neue Daten werden zu einem besseren geologischen Verständnis solcher vulkanischen Systeme führt, und damit zu einer besseren Einschätzung ihres Gefahrenpotentials.