Lead
Paläoklimatische Studien an Eisbohrkernen liefern einzigartige Informationen zu Änderungen des Klimas und der Atmosphäre der Vergangenheit. Um ein Verständnis der verantwortlichen Prozesse zu erlangen, reicht die Dokumentation z.B. der Treibhausgaskonzentrationen jedoch nicht aus. Mithilfe neuer analytischer Methoden können Parameter gemessen werden, die es gestatten, die Ursachen der Änderungen im Detail zu untersuchen und ein globales Verständnis des Erdsystem zu erlangen.

Lay summary

Ziele

Übergeordnetes Ziel des Projekts ist ein vertieftes Prozessverständnis des Erdsystems und der Kopplung zwischen biogeochemischen Kreisläufen und Klima in der Vergangenheit. In iCEP werden drei Fragen untersucht:

1. Was sind die Quellen, die für Änderungen der atmosphärischen Treibhausgaskonzentrationen verantwortlich sind. Diese Frage kann mithilfe isotopischer Untersuchen an CO2, CH4 und N2O an Eisbohrkernen beantwortet werden.

2. Was sind die regionalen oder hemisphärischen Auswirkungen auf Umweltbedingungen, die durch Klimaänderungen verursacht werden? Einzigartige aerosolchemische Analysen an Eisbohrkernen gestatten dies zu quantifizieren.

3. Wie gross ist die globale Erwärmung, die mit Änderungen der Treibhausgaskonzentration verknüpft ist? Mithilfe hochpräziser Messungen der Edelgasverhältnisse im Eis kann die globale Ozeantemperatur rekonstruiert werden.

Kontext

Durch die detaillierte Untersuchung früherer Klimabedingungen (insbesondere des Holozäns und früherer Warmzeiten) können wichtige Informationen zur Treibhausgas-Klimakopplung und der Änderungen der Umwelt gewonnen werden. Damit trägt das Projekt zum verbesserten Verständnis des gekoppelten Erdsystems und damit zu verbesserten Prognosen zukünftiger Änderungen bei.