Lead
In diesem Projekt untersuchen wir Massnahmen, die den Ressourcenverbrauch des Wohnens senken. Dazu entwickeln wir unterschiedliche Ansätze für die Bewohnerinnen und Bewohner, die Gebäudeeigentümerschaft und die Behörden. Die Massnahmen betreffen die Phasen Bau, Nutzung und Sanierung von Wohngebäuden.

Lay summary

Hintergrund
Das Projekt verbindet Methoden aus den Natur- und Sozialwissenschaften. Ein Hauptmerkmal ist der Einbezug zweier Wohngenossenschaften – ABZ (Zürich), SCHL (Lausanne) – und der Schweizer Mobiliar, deren Wohnungsbestände, total ca. 10'000 Wohnungen, vertieft untersucht werden. Mit diesen Partnern erarbeiten wir Massnahmen zur Verbesserung der Ressourceneffizienz. Die ökologischen Auswirkungen der Bestände werden anhand eines Modells simuliert.

Ziel
Unser Ziel ist, besser zu verstehen, welche Massnahmen den Fussabdruck von Gebäuden in welchem Ausmass reduzieren können. Wir werden die Projektergebnisse mit verschiedenen Typen von Gebäudeeigentümern und ihren Mieterinnen und Mietern diskutieren. Dabei wollen wir wirksame und konsensfähige Handlungsempfehlungen entwickeln, deren Auswirkungen auf Komfort, Kosten, Renditen und Ressourcenverbrauch modellieren und transparent offengelegen. Damit möchten wir mögliche Pfade für ein nachhaltigeres Wohnen aufzeigen.

Bedeutung
Seit 1990 ist die Schweizer Bevölkerung um 23 Prozent gestiegen, ihre Wohnfläche aber um 40 Prozent. Letztere ist einer der Haupttreiber des Ressourcenverbrauchs. Mit den Massnahmenempfehlungen des Projekts soll der materielle Fussabdruck von Mehrfamilienhäusern gesenkt werden, ohne den Energieverbrauch zu erhöhen. Zugleich soll Rücksicht auf die Akzeptanz und die Wirtschaftlichkeit genommen werden. Dies ist dank der engen Zusammenarbeit mit grossen Gebäudeeigentümern möglich, die solche Massnahmen mitentwickeln und umsetzen wollen. Das Projekt liefert damit einen Beitrag zum Ziel 11 für nachhaltige Entwicklung, nachhaltige Städte und Gemeinden.