Lead
Der Alpenraum mit seinen Gletschern und Dauerfrostböden (Permafrost) ist besonders vom Klimawandel betroffen. Auftauen des alpinen Permafrosts und Abschmelzen der Gletscher sind das Ergebnis anhaltend warmer Bedingungen während der letzten Jahre. Lange Zeit wurde Permafrost im Alpenraum als „steriles Geröll“ angesehen, in denen Leben nur bedingt existieren kann. Heutzutage wird zunehmend deutlicher, dass diese Gebiete als Refugium fur mikrobielle Lebensformen zu betrachten sind.

Lay summary

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Titel des Forschungsprojektes

Die Wirkungen des Klimawandels auf das arktische, antarktische und alpine Permafrost-Mikrobiom

Understanding the impacts of climate change on Arctic, Antarctic and Alpine permafrost microbiomes (CryoLink)

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Der Alpenraum mit seinen Gletschern und Dauerfrostböden (Permafrost) ist besonders vom Klimawandel betroffen. Auftauen des alpinen Permafrosts und Abschmelzen der Gletscher sind das Ergebnis anhaltend warmer Bedingungen während der letzten Jahre. Lange Zeit wurde Permafrost im Alpenraum als „steriles Geröll“ angesehen, in denen Leben nur bedingt existieren kann. Heutzutage wird zunehmend deutlicher, dass diese Gebiete als Refugium fur mikrobielle Lebensformen zu betrachten sind.

Inhalt und Ziel des Forschungsprojektes

CryoLink erforscht den Permafrost in den Alpen, der Arktis und der Antarktis als Refugium fur mikrobielle Lebensformen. Im alpinen Permafrost leben bis zu 1000 verschiedene Mikroorganismen, über viele ist bislang nichts oder nur wenig bekannt. Es ist noch unklar, wie die an die Kälte angepassten Mikroorganismen im Permafrost überleben, wie Zellen Metabolismus und sogar Reproduktion betreiben können. Diese Gemeinschaften verfugen uber verschiedene Anpassungsstrategien, um unter Extrembedingungen wie beispielsweise Nährstoffknappheit, geringem bis völlig reduziertem Lichtangebot, tiefen Temperaturen oder geringer Verfugbarkeit an flussigem Wasser zu überleben.

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojektes

Diese Organismen waren Tausende von Jahren im alpinen Permafrost eingeschlossen. Was passiert mit ihnen, wenn sie durch die Klimaerwärmung aus ihrem „Dornröschenschlaf“ geweckt werden? Unter den Mikroorganismen könnten Organismen sein, die sowohl für die Pharma- als auch die Kosmetikindustrie interessant sein könnten. Diesen unermesslichen Schatz von unbekannten Mikroorganismen im Permafrost gilt es nun zu erforschen.