Lead
Als Folge des globalen Klimawandels wird die Häufigkeit, Intensität und Dauer von Extremereignissen über dem Land stark zunehmen. Zurzeit wissen wir aber nicht, wie sich Extremereignisse im Ozean zukünftig verändern werden und was die Auswirkungen von solchen Extremereignissen auf einzelne Arten oder ganze Ökosysteme und deren sozioökonomischen Dienste sind. Dies ist besorgniserregend, da marine Ökosysteme nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Klimaregulierung leisten, sondern auch etwa die Hälfte zur jährlichen global produzierten Biomasse beisteuern und lebenswichtige Proteine für mehr als eine Milliarde Menschen liefern.

Lay summary

Unser übergeordnetes Ziel ist es erstmals quantitative Aussagen über die Häufigkeit, Stärke und räumliche Verteilung von vergangenen und zukünftigen Extremereignisse im Ozean zu machen und die Risiken solcher Extremereignisse für marine Ökosysteme abzuschätzen. Dabei werden wir uns auf Hitzewellen, Ozeanversauerung und Sauerstoffverlust fokussieren – dies sind drei Stressfaktoren welche die marinen Lebewesen und Ökosysteme nachweisbar unter Druck setzen.

Im Detail werden wir (i) vergangene Änderungen in marinen Hitzewellen und Extremereignisse in der Ozeanversauerung anhand von Satelliten und in-situ Beobachtungen quantifizieren, (ii) die Prozesse die zu Änderungen in Extremereignissen führen mit einem neuen hochaufgelösten Klimamodell untersuchen, und (iii) die regionalen Auswirkungen von Extremereignissen für einzelne Fischarten und ganze Ökosysteme mit einer Risikoanalyse bestimmen.

Das Projekt wird neue und wichtige Informationen über die Änderungen und die dazugehörigen Prozesse von Extremereignissen im Ozean generieren und erstmals deren Risiko für die marinen Ökosysteme abschätzen. Ein besseres Verständnis ist zentral um die Auswirkungen des Klimawandels auf den Ozean zu verstehen und um passende Massnahmen zum Schutz der Weltmeere zu planen.