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Bildung in Zahlen - Education by Numbers

Lay summary

Die Forschungsinfrastruktur „Bildung in Zahlen“ stellt für die gesamte Schweiz umfangreiche Datensätze zur Analyse der historischen Entwicklung der schweizerischen Bildungssysteme zur Verfügung. Von der Vorschule bis zur Hochschule, von der allgemeinen Grundbildung bis zur beruflichen Ausbildung werden Daten v.a. zu Lernenden, Lehrpersonen und Abschlüssen über einen Zeitraum von bis zu 150 Jahren inventarisiert. Die Entwicklungen der kantonalen Schulsysteme werden als Kontextwissen erarbeitet und grafisch sowie tabellarisch dargestellt. Damit lassen sich über einen langen Zeitraum u.a. Fragen betreffend kantonal deutlich variierenden Entwicklungen bearbeiten: beispielsweise zum binnennationalen und internationalen Mobilitätsverhalten von Studierenden, zur Entwicklung verschiedener Mittelschulabschlüsse, zur Veränderung der Mädchenbeteiligung in unterschiedlichen Schulstufen oder zum Wandel der Bedeutung unterschiedlicher Träger in der beruflichen Grundbildung.

Die inventarisierten Daten werden online zur Verfügung gestellt. Der zu diesem Zweck entwickelte Datenbrowser (www.bildungsgeschichte.uzh.ch) wird zu einem zentralen Bestandteil der Forschungsinfrastruktur ausgebaut und mittelfristig als Publikations- und Kommunikationsinstrument der Forschungsgemeinschaft weiter entwickelt.

Der weitere Ausbau der Forschungsinfrastruktur erfolgt entlang von drei Schwerpunkten: 1) Die Dateninventarisierung wird erweitert um den Bereich der beruflichen Ausbildung. Schrittweise werden Daten für die gewerblichen, industriellen, und kaufmännischen Beruf sowie für die paramedizinischen, sozialen, künstlerischen und die landwirtschaftlichen Berufe inventarisiert. 2) Parallel zur Weiterführung der Inventarisierungsarbeit werden ausgewählte Entwicklungen analytisch ausgewertet. 3) Als dritter Schwerpunkt wird die technische Infrastruktur in Zusammenarbeit mit „Service and Support for Science IT“ (S3IT) der Universität Zürich weiterentwickelt.