Lead
In den letzten Jahren wurden Fortschritte im Verständnis von Reibung und Verschleiss gemacht. So konnten Methoden auf der Nanometer-Skala entwickelt werden, welche zu einer drastischen Reduktion von Reibung führen, was als Superlubrizität bezeichnet wird. Auch auf der makroskopischen Skala gibt es erste Beispiele, die zeigen, dass Superlubrizität mit extrem kleinen Reibungskoeffizient (<0.01) existieren kann.

Lay summary

Das Ziel des Projektes ist es nano- und makroskopische Reibungsexperimente miteinander in Verbindung zu bringen. Bis anhin wurden reine Nano-Experimente mit kleinen Partikeln durchgeführt, welche unter verschiedenen Bedingungen bewegt wurden.  Auf der Makro-Skala wurden Filme mittels verschiedener Methoden präpariert. Ziel dieses Projektes ist es die mikroskopischen Strukturen, welche bei den aktiven tribologischen Prozessen entstehen, genauer zu untersuchen und ein fundamentales Verständnis der drastischen Reduktion von Reibung zu erhalten. Unsere Hypothese ist, dass das Vorhandensein von zwiebelartigen Fullerenen (Partikel mit mehreren molekularen Schalen) essentiell für das Auftreten von Superlubrizität auf der Makroskala ist. 

Die Zusammenarbeit zwischen den chinesischen und schweizerischen Forschungsgruppen beinhaltet viele mögliche Synergien. Wenn es gelingt Reibungsverluste  um wenige Prozent zu reduzieren, so kann dies zu einer grossen Reduktion von Energieverlusten führen, weil dies für praktisch alle Maschinenelemente von Relevanz ist.