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Big Data hat in der landwirtschaftlichen Tierhaltung bisher noch kaum Einzug gehalten. Das Projekt untersucht Möglichkeiten, die Schweinehaltung in der Schweiz mittels Tiergesundheitsdaten effizienter zu gestalten und das Tierwohl zu mehren.

Lay summary

Grosse Datenmengen können nicht mehr mit konventionellen Methoden analysiert, sondern müssen mit neuen Methoden nutzbar gemacht werden. Diese haben in der Tierhaltung bisher noch keinen Einzug gehalten, doch gerade für die Schweinehaltung in der Schweiz wären sie von grossem Interesse. Die hiesige Schweineproduktion unterscheidet sich von den intensiven Produktionssystemen in anderen europäischen Ländern, weil sie eine komplexe, kleinteilige Struktur aufweist. Auf allen Produktionsstufen fallen Daten zur Tiergesundheit an, die jedoch bisher nicht stufenübergreifend genutzt werden. Werden diese Informationen adäquat aufbereitet und ausgewertet, lassen sich neue Zusammenhänge, Ursachen und Risikofaktoren von Krankheiten und/oder verminderter Leistung erkennen – und die besten Bekämpfungsstrategien identifizieren.

Dieses Projekt entwickelt neue Methoden, um die Struktur und Komplexität des Netzwerks der Schweinehaltung und -produktion in der Schweiz besser zu verstehen und zu optimieren. Dazu sollen bereits vorhandene Daten genutzt, aber auch potenziell neue Datenquellen erschlossen werden – um die Tiergesundheit zu verbessern, das Tierwohl zu vermehren und die Schweineproduktion nachhaltiger zu gestalten.

Die Resultate dieses Projekts ermöglichen Tierhaltern und Tierärzten, Massnahmen für eine bessere Tiergesundheit und Krankheitsprophylaxe in ihren Schweinebetrieben zu treffen. Optimierte Produktionsprozesse führen zu einer grösseren Effizienz, Nachhaltigkeit und Wertschöpfung in der Schweizer Tierproduktion. Von der verbesserten Tiergesundheit und einem geringeren Einsatz von Antibiotika und den so produzierten Lebensmitteln profitieren schliesslich auch die Endverbraucher.

Wir möchten den Prototyp des Pig Data Space auch Vermarktungsorganisationen, Tierärzten und Landwirten zugänglich machen, damit sie das System bei zukünftigen Fragen und Entscheidungen nutzbringend weiterverwenden.