Lead
Mensch-Umweltbeziehungen sind ein sehr aktuelles Thema im Rahmen der Diskussion um derzeitige und zukünftige Klimaveränderungen. Wie werden menschliche Gesellschaften davon beeinflusst und in welcher Art und Weise passen sich die Gesellschaften an und verändern ihrerseits die Umwelt. In diesem Zusammenhang ist ein Blick in die Vergangenheit, die Beispiele für solche Wechselwirkungen liefert, sehr aufschlussreich.

Lay summary

The Mountain Exile Hypothesis: How humans benefited from and reshaped African high altitude ecosystems during Quaternary climatic changes. Workpackage P6: Glacial chronology

Inhalt des Gesamtprojektes sind Mensch-Umweltbeziehungen in Ostafrika zum Höhepunkt der letzten globalen Kaltzeit vor rund 20.000 Jahren. Zu dieser Zeit war das tropisch-subtropische Afrika sehr trocken und die Menschen konnten nur in geeigneten Rückzugsräumen, Refugien, überleben. Die Ausgangshypothese unseres Projektes beruht auf der Tatsache, dass Hochgebirge feuchter sind als ihr Umland. Da mit den Bale Mountains in Äthiopien ein grosses Gebirgsareal in ca. 4000 m ü.M. vorhanden ist, könnten sich die Menschen damals hierhin zurückgezogen haben.

In unserem Teilprojekt P6 bearbeiten wir die Vergletscherung der Bale-Mountains im Jungquartär. Die zeitliche und räumliche Rekonstruktion der Vergletscherungen  erlaubt uns eine Abschätzung des verfügbaren Siedlungsraumes auf dem Plateau, des Wasserangebotes und der Umweltbedingungen. Zusammen mit den anderen Teilprojekten aus der Paläoökologie und Archäologie möchten wir die „Mountain Exile Hyppothese“ überprüfen.