Lead
Animalische Sensorien, die für Menschen unwahrnehmbare elektromagnetische Phänomene wahrnehmbar machen, eröffnen neue Potentiale fur eine verantwortungsvolle, ästhetische und epxerimentell-gestalterische Analyse, Reflexion, Innovation, Kritik und das Design unseres hochtechnisierten Alltags, was im Forschungsprojekt ausgelotet wird.

Lay summary

Die historisch-informierte und experimentelle Gestaltung von Medientechnologien, die das Spüren, Hören und Sehen elektromagnetischer Felder ermöglichen, ist das Kernthema des Forschungsprojekts. Das Vorhaben ist dabei von den Forschungen der animalischen Elektrorezeption inspiriert, ein Forschungsfeld, das die ‘natürliche’ Wahrnehmung elektromagnetischer Felder und Wellen bei Tieren, insbesondere Fischen (z. B. der Elefantenrüsselfisch) erforscht. Das Forschungsprojekt situiert sich damit an der Schnittstelle von Biologie, Medientechnologie, experimenteller Medienpraxis und -ästhetik, Medienwissenschaft und Designforschung.

Der Forschungsprozess ist zweigleisig: Einerseits soll am Critical Media Lab des Instituts Experimentelle Design- und Medienkulturen der Fachhochschule Nordwestschweiz Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel die Wahrnehmung elektromagnetischer Felder über eigens entwickelte künstlerisch-explorative Experimentalsysteme im Bereich der Wearable Technology erprobt und hinsichtlich ihrer Gestaltungsmöglichkeiten ausgelotet werden. Andererseits wird die Medien- und Wissensgeschichte der Elektrorezeption seit ihren Anfängen in den 1950er Jahren aufgearbeitet.

Das beantragte Forschungsprojekt bildet eines der ersten Projekte im Kontext der schweizerischen Designforschung und der künstlerisch-ästhetischen Forschung, das in Kombination mit Medienarchäologie und -ökologie das Forschungsfeld des ‘Animalischen’ erschliesst. Die Forschungsergebnisse dieses Projekts, werden in einer abschliessenden Buchpublikation sowie in (ca. zwei) Artikeln in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht. Darüber hinaus werden sie durch eine Ausstellung und einen dazugehörigen Workshop am Campus der Künste in Basel einem breiteren Fachpublikum zugänglich gemacht.