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Soziale Einflüsse auf das Wohlbefinden bei Behinderung: eine Längsschnittstudie bei Personen mit Rückenmarksverletzung und deren PartnernThe social production of wellbeing in disability: a longitudinal observational study of persons with spinal cord injury and their caregivers in SwitzerlandKurztitel: pro-WELLLaufzeit: 36 MonateProjektnummer: SNF 100017_153256/1Principal Investigator (PI) und Co-PI: Dr. Martin Brinkhof und Dr. Christine Fekete, Schweizer Paraplegiker Forschung-AG, Nottwil

Lay summary

Hintergrund und Ziele des Forschungsprojektes

In dieser Längsschnittstudie werden Zusammenhänge zwischen bezahlter/unbezahlter Arbeit, engen zwischenmenschlichen Beziehungen

und dem Wohlbefinden von Personen mit Rückenmarksverletzung und deren pflegenden Partnern untersucht. Die Studie basiert auf der Annahme,

dass das Erbringen von Leistung und die Zugehörigkeit zu einem Kreis nahestehender Personen wichtige psychische Bedürfnisse darstellen, deren

Erfüllung sich positiv auf das Wohlbefinden auswirkt. Dies ist jedoch gemäss unserer Hypothese nur dann der Fall, wenn ein ausreichendes Mass an

Autonomie, ein fairer Tausch zwischen Geben und Nehmen und ein zuverlässiger sozialer Rückhalt gegeben sind. Fehlen diese Bedingungen, geht dies

mit einer Verschlechterung des Wohlbefindens einher. Diese Zusammenhänge werden bei beiden oben genannten Gruppen untersucht. Darüber hinaus

wird geprüft, ob die unterstellten Auswirkungen bei sozial benachteiligten Personen besonders stark sind.

 

Forschungsmethodik

Die Daten werden mittels Fragebogen und Telefoninterview zu drei Messzeitpunkten während 12 Monaten erhoben. Dazu sollen 200 Personen mit

Rückenmarksverletzung und deren pflegende Partner befragt werden (n=400). Diese Studie ist die erste Teilstudie im Rahmen der Swiss Spinal Cord Injury

Cohort Study (SwiSCI), der europaweit grössten Studie mit rückenmarksverletzten Personen. Die Daten werden sowohl im Quer- als auch im Längsschnitt

anhand von Korrelations- und Regressionsanalysen ausgewertet, zum Zwecke weiterführender Analyse werden  Strukturgleichungsmodelle eingesetzt.

 

Erwarteter Nutzen

Da diese Studie konkrete – und somit potenziell veränderbare – Lebensumstände mit Einfluss auf das Wohlbefinden untersucht, erhoffen wir uns aus den

Ergebnisse auch praktisch hilfreiche Erkenntnisse und Folgerungen für die Betroffenen.