Lead
Infolge des Klimawandels und der wärmeren Temperaturen schemlzen weltweit die meisten Gletscher Masse und geben so vormals eisbedeckte Gebiete frei. Im Tien Shan (Zentralasien) wurden in jüngerer Vergangheit vermehrt Massenbewegungen aus den nunmehr eisfreien Zonen beobachtet, teilweise haben sich auch neue Seen gebildet. Die Ausbildung neuer Seen kann bei ungenügender Stabilität der Dämme oder durch Massenbewegungen in den See auch zur Gefahr werden, die im Fall von Gletscherseeausbrüchen zu extremen Abflussspitzen führen kann. Infolge des weiteren Abschmelzens der Gletscher neue Seen bilden oder bestehende Seen an Grösse gewinnen. Das DEFenCC Projekt untersucht die bestehenden und Standorte möglicher künftiger Seen und interessiert sich für Gefahren und Risiken in deren Unterlauf.

Lay summary
Ein besseres Verständnis der aktuellen und künftigen Entwicklungen und Gefahren, welche von diesen Seen ausgehen, ist zentral, da nur vereinzelte Erkenntnisse zu Gletscherseeprozessen in der Region bestehen, da Spannungen um die Nutzung der Ressource Wasser einen Datenaustausch erschweren und die Bevölkerung in Zukunft noch vermehrt den sich ändernden Gefahren ausgesetzt sein dürften. Das DEFenCC Projekt betrachtet daher den Einfluss des Klimawandels auf die Seen, auf auslösende Niederschläge und die Reichweite und extreme Abflüsse künftiger Gletscherseefluten in Kirgistan und Usbekistan.