Lead
Die sehr hohe Jugendarbeitslosigkeit in Spanien, sowie die weite Verbreitung prekärer Arbeitsbedingungen führen dazu, dass einem Grossteil der jungen Erwachsenen der Zugang zu einer stabilen Erwerbsarbeit verwehrt ist. Dies hat zur Folge, dass die jungen Erwachsenen mit einer Vielzahl von Unsicherheiten konfrontiert sind, sowohl im Alltag als auch im Hinblick auf ihre längerfristige Zukunft. Das Forschungsprojekt untersucht die individuellen und gesellschaftlichen Konsequenzen dieses sozialen Phänomens.

Lay summary

Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts 

In westlichen Gesellschaften spielt die Erwerbsarbeit im Leben der meisten Menschen eine zentrale Rolle. Sie ist die Grundlage für die ökonomische Absicherung, sie strukturiert den Tagesablauf und die Biographie der Individuen, und sie verleiht soziale Anerkennung. Das Fehlen einer Erwerbsarbeit kann daher einschneidende Auswirkungen auf das Leben der betroffenen Personen und auf ihr soziales Umfeld haben. Das Projekt fokussiert auf gut ausgebildete junge Erwachsene, denen der Einstieg in die Arbeitswelt (noch) nicht gelungen ist. Es untersucht, wie sie mit de Situation der Unsicherheit umgehen und welchen Einfluss die gewählten Strategien auf soziale Beziehungen (insbesondere Generationen- und Geschlechterbeziehungen) und soziale Normen haben Ein spezieller Fokus liegt dabei auf möglichen Unterschieden zwischen den Geschlechtern.

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext

Die Studie basiert auf einer offenen ethnographischen Forschungsstrategie. Gearbeitet wird unter anderem mit biographischen Interviews, teilnehmender Beobachtung und qualitativer Netzwerkanalyse. Das Projekt leistet einen Beitrag zum Verständnis der Lebenswelten arbeitsloser und prekär beschäftigter junger Menschen und des individuellen und kollektiven Umgangs mit Unsicherheit.