Lead
Pflanzen und ihre Vielfalt und Biomasse bilden die Matrix für alle anderen Organismen und viele Ökosystemprozesse. Wir intersuchen die potentiellen Konsequenzen von Klima- und Landnutzungswandel auf die Diversität und das Funktionieren von Pflanzen entlang von ausgeprägten Höhen- und Landnutzungsgradienten am Kilimanjaro in Tansania.

Lay summary

Dazu werden wir Wiederholungen der Vegetationsaufnahmen der 60 Untersuchungsflächen unseres Verbundprojekts durchführen, um die Dynamik der phylogenetischen, funktionalen und ethnobotanischen Zusammensetzung und Diversität der Vegetation zu erfassen. Wir werden zudem die Art der die Untersuchungsflächen umgebenden Habitate und Informationen zur vorangegangen Nutzungs- und Störungsgeschichte mit einbeziehen. Wiederholungsaufnahmen von rund 120 alten Vegetationsaufnahmen werden uns Aussagen zu Artenverschiebungen in unterschiedlichen Landnutzungstypen der letzten 10-20 Jahre ermöglichen. Für alle 60 Untersuchungsflächen werden wir zudem die Artenvielfalt der Flechten erfassen. Zudem werden wir die Schätzungen der vertikalen und horizontalen Vegetationsstruktur und Biomasse vervollständigen und hierbei direkte Messungen mit LIDAR und allometrischen Ansätzen kombinieren. Um durch Bodenorganismen vermittelte Frequenzabhängigkeit, lokale Anpassung und Reaktion auf Klimaveränderungen zu untersuchen, werden wir Boden-Pflanze Feedback Experimente, und Common Garden, Verpflanzungs- und kontrollierte Bestäubungsexperimente durchführen. Wir arbeiten eng mit den anderen Teilprojekten und dem Nationalherbar in Arusha zusammen.

Unsere Untersuchungen liefern wichtige Grundlagendaten für alle Teilprojekte. Weiterhin liefern wir wichtige Ergebnisse hinsichtlich der Abhängigkeit der Pflanzenartenvielfalt von Höhe, Klima, Landnutzung und Störung, ihrer Auswirkung auf Ökosystemfunktionen, sowie der Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit von Pflanzenarten im Hinblick auf den globalen Wandel.