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Neurobiologische Mechanismen und Vorhersage von therapeutischem Erfolg bei akustischen Halluzinationen.

Lay summary

Schizophrenie ist verbunden mit Störungen in der Kommunikation, Kognition und Gefühlswelt und führt aus diesem Grund zu einem grossen persönlichen Leiden sowie einer erheblichen Belastung für die Angehörigen und unsere Gesellschaft. Bis 80% der Patienten leiden an sprachlich-akustischen Halluzinationen, welche somit eines der häufigsten Symptome der Krankheit sind. Halluzinationen können extrem emotional belastend sein für die Patienten, nicht selten verbunden mit sowohl Selbst- wie auch Fremdgefährdung. Aus diesem Grund ist eine möglichst effektive Therapie notwendig, um das Leiden wie auch die Kosten zu minimieren. Leider waren die therapeutischen Möglichkeiten bisher ziemlich beschränkt und die häufigste Behandlungsmethode ist die Psychopharmakatherapie. Jedoch bei 20-30% der Patienten wirken die Medikamente nicht sehr gut gegen die Halluzinationen. Somit ist es dringend notwendig, neue innovative therapeutische Optionen zu entwickeln. Basierend auf neurobiologischen Erkenntnissen zur Entstehung von Halluzinationen wurden nicht-pharmakologische Behandlungsmöglichkeiten wie transkranielle Magnetstimulation entwickelt. Kürzlich haben wir zudem die transkranielle Gleichstrombehandlung eingeführt mit ersten guten Ergebnissen bei minimalen Nebenwirkungen. Vor Kurzem haben Studien gezeigt, dass Patienten sehr unterschiedlich auf die verschiedenen therapeutischen Methoden reagieren. Aus diesem Grund ist es das Ziel dieser Studie die biologischen Mechanismen, die zu einem positiven Behandlungserfolg führen, besser zu verstehen und somit rechtzeitig diejenigen Patienten zu erkennen, welche auf eine Therapie mit Erfolg reagieren. Damit verbunden ist das Ziel, das persönliche Leiden der Patienten und deren Angehörigen sowie die Belastung unserer Gesellschaft zu vermindern.