Lead
Das Restless legs Syndrom (RLS, Syndrom der unruhigen Beine) ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen und grosse, epidemiologische Studien haben übereinstimmend ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen bei Patienten mit RLS gezeigt. Eine der möglichen Mechanismen sind die wiederholten, nächtlichen Aktivierungen des sympathischen, autonomen Nervensystems, die im Rahmen von periodischen Beinbewegungen während des Schlafes (PLMS) bei RLS auftreten.

Lay summary

Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts

Unser übergeordnetes Ziel ist es, die Rolle des autonomen Nervensystems in Bezug auf die Pathophysiologie des RLS und das erhöhte Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen zu untersuchen. Dazu werden wir Patienten mit RLS und auch gesunde Kontrollpersonen im Hinblick auf (i) autonome Funktionen sowohl am Tage wie in der Nacht und (ii) sensitive Marker eines erhöhten kardiovaskulären Risikos untersuchen. Wir werden auch erforschen, ob eine 4-wöchige medikamentöse Therapie des RLS und der PLMS einen Effekt auf die autonomen Funktionen hat. Darüber hinaus werden wir in einem pharmakolgisches Tiermodell für RLS die Rolle des autonomen Nervensystems bei RLS weiter charakterisieren.

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext des Forschungsprojekts

Unsere Arbeit wird neue und wichtige Erkenntnisse generieren über die Rolle von PLMS und des autonomen Nervensystems im Bezug auf das kardiovaskuläre Risiko bei RLS. Insbesondere werden die Ergebnisse zu der Frage beitragen, ob eine pharmakologische Behandlung von RLS und PLMS auch das das kardiovaskuläre Risiko vermindert. Da PLMS auch bei vielen Personen ohne RLS auftreten, insbesondere bei älteren Personen, haben die Erkenntnisse über die Rolle der PLMS weitreichende Implikationen.