Lead
Broadcasting Swissness - Musikalische Praktiken, institutionelle Kontexte und Rezeption von ‹Volksmusik›: zur klingenden Konstruktion von Swissness im RadioDas Forschungsprojekt untersucht die Konstruktion und Vermittlung von ‹Swissness› mittels (Volks-)Musik von den 1930er Jahren bis in die Gegenwart. Im Zentrum des Forschungsprojekts steht eine Sammlung mit «Schweizer Musik» (Sammlung Dür). Der Bestand wurde zwischen 1957 und 1967 von Fritz Dür, Musikwissenschaftler und Archivleiter von Schweizer Radio International (dem ehemaligen Kurzwellendienst der SRG, gegr. 1935), als musikalische Visitenkarte der Schweiz zusammengestellt. Die zirka 7600 Tonbänder werden von der Schweizer Nationalphonothek aufbewahrt. Die Leitfrage des gesamten Projektes ist, wie und vor welchen gesellschaftlichen wie institutionellen Hintergründen sich volksmusikalisches Schaffen mit der Institution Rundfunk zu einer wirkmächtigen Stimme zur Verbreitung von - klingender - Swissness etablieren konnte.

Lay summary

Broadcasting Swissness – Musikalische Praktiken, institutionelle Kontexte und Rezeption von ‹Volksmusik›: zur klingenden Konstruktion von Swissness im Radio

Inhalt und Ziel:
Das Forschungsprojekt untersucht die Konstruktion und Vermittlung von ‹Swissness› mittels (Volks-)Musik. Im Zentrum des Forschungsprojekts steht die Sammlung Dür – ein Bestand von zirka 7600 Tonbändern mit «Schweizer Musik», der zwischen 1957 und 1967 vom Musikwissenschaftler und Archivleiter Fritz Dür für Schweizer Radio International (dem ehemaligen Kurzwellendienst der SRG) als musikalische Visitenkarte der Schweiz zusammengestellt wurde und heute von der Schweizer Nationalphonothek/Schweizer Nationalbibliothek aufbewahrt wird. Die Leitfrage des gesamten Projektes ist, wie und vor welchen institutionellen und gesellschaftlichen Hintergründen sich volksmusikalisches Schaffen mit der Institution Rundfunk zu einer wirkmächtigen Stimme zur Verbreitung von – klingender – Swissness etablieren konnte.

Kontext:
Drei Hochschulen (Hochschule Luzern – Musik, Universität Basel, Universität Zürich) untersuchen u.a. auf der Grundlage von klingenden und schriftlichen Archivalien sowie Interviews die akustische Dimension von populärer Kultur von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Die Forschungsgruppe kooperiert mit weiteren Projektpartnern, sodass die Ergebnisse des Projekts in wissenschaftlichen Publikationen, aber auch in klingender Form für ein breites Publikum zugänglich gemacht werden können, etwa über die AV-Arbeitsstationen der Schweizer Nationalphonothek, die Memoriav-Datenbank Memobase und über das Radio selbst (SRF).