Lead
Die Physik des bzw. der Higgsbosonen ist gegenwärtig von Hauptinteresse bei den Analysen am LHC. Für diese sind jedoch ausreichend genaue und zuverlässige Vorhersagen seitens der Theorie erforderlich, die durch die Berechnungen höherer Ordnungen in der Störungsentwicklung erreichbar sind. Dieses Projekt befasst sich mit den Higgs-Selbst-Kopplungen, die das Higgspotential bestimmen und damit die Basis für die elektroschwache Symmetriebrechung. Es wurden die störungstheoretischen Korrekturen zweiter Ordnung bestimmt, die die verbleibenden Unsicherheiten auf das Prozentniveau reduzieren. Somit stellt dieses Projekt einen wichtigen Beitrag zur Higgssuche und -analyse am LHC dar.

Lay summary

Thema dieses Projekts ist die Berechnung der trilinearen und quartischen
Selbst-Kopplungen der supersymmetrischen Higgsbosonen, die in massgeblicher Weise das Potential der Teilchenbeschleuniger LHC und einem möglichen Elektron-Positron-Linearbeschleuniger festlegen, die Natur der elektroschwachen Symmetriebrechung zu untersuchen. Die Suche nach Higgsbosonen gehört zu den Hauptzielen gegenwärtiger und zukünftiger Teilchenbeschleuniger in der Elementarteilchenphysik.

Ziel dieses Projekts ist die Berechnung der Higgs-Selbst-Kopplungen mit einer
Genauigkeit im Prozentbereich. Dies erfordert die Erweiterung vorhandener
Ein-Schleifen-Rechnungen auf das Zwei-Schleifen-Niveau innerhalb der
Störungstheorie. Die Higgs-Selbst-Kopplungen definieren das Higgs-Potential
und damit dessen explizite Gestalt, die im Standardmodell und seinen möglichen
supersymmetrischen Erweiterungen die elektroschwache Symmetriebrechung
induziert.

Diese Rechnung wurde erfolgreich abgeschlossen und lieferte die gewünschte Genauigkeit für die Vorhersagen der Higgs-Selbst-Kopplungen im Prozentbereich. Die Ergebnisse liefern einen wichtigen Beitrag zu den gegenwärtigen Suchen nach weiteren Higgsbosonen am LHC.