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Summary

Einleitung

Neueste Studien der Migrationsforschung haben gezeigt, dass MigrantInnen aus der Türkei sowohl ihren subjektiven Gesundheitszustand als schlecht einschätzen als auch im Vergleich zu anderen Migrantengruppe von krankheitsbedingter Invalidität am meisten betroffen sind. Zur Beurteilung dieser Situation wurden diverse Erklärungsansätze geboten. Trotzdem liefern bisherigen Forschungsergebnissen keine Daten zur Fragen, wie die MigrantInnen ihre Gesundheit und Gesundheitsstörungen sowie deren sozialen Verlauf wahrnehmen. In meiner Dissertation möchte ich zum einen die Wahrnehmung der Gesundheit und gesundheitsbezogenen Praktiken zur Aufrechterhaltung, zum anderen Gesundheitsstörungen und gesundheitlichen Praktiken zur Wiederherstellung der Gesundheit beitragen sollen, untersuchen.

 Ziel

Ergänzend zu bisherigen Forschungen hat das geplante Dissertationsprojekt zum Ziel, differenzierte Hinweise über die Wahrnehmung der Gesundheit, Krankheit zum einen, Aufrecherhaltung der Gesundheit, Krankheits-, Genesungsverläufe von türkische MigrantInnen in der Schweiz andererseits zu eruieren.

 Methodik

Das geplante ist ein interdisziplinäres medizinanthropologisches Dissertationsprojekt. Als Grundlage dienen sowohl statistische Daten und Forschungsberichte als auch Werke aus der sozialwissenschaftlichen, insbesondere sozialanthropologischen Literatur zu den Themen Gesundheit und Krankheit sowie die Migration. Nach einer kritische Verarbeitung bestehender Diskussionen und den ihnen zugrunde liegenden Konzepten wird eine qualitative Datenerhebung durchgeführt, welche sich an Ansätzen der Grounded Theory orientiert und entsprechend einem multimethodischen Vorgehen, auf teilnehmende Objektivierung, auf semi- strukturierte Interviews und auf informellen Gesprächsanalysen gründet.

 Relevanz

Die qualitative Forschung, die sich mit Themenkomplexen wie Gesundheit, Krankheit und Migration am Beispiel der MigrantInnen auseinandersetzt, ist in der Schweiz (ebenso auch international) selten. Es liegen kaum Forschungen vor, die auch emische Perspektive einbeziehen. Das vorliegende Dissertationsprojekt könnte zur Aufhebung dieses Defizites einen ordentlichen Beitrag leisten.