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Lay summary

Die Berner Forschungsstelle für Namenkunde hat die Aufgabe, die umfangreiche Namensammlung des deutschsprachigen Teils des Kantons Bern zu erhalten, fortlaufend um die Neubelege der amtlichen Neuvermessungen zu erweitern und, vor allem, der Öffentlichkeit und der Wissenschaft zugänglich zu machen. Dies geschieht durch die Herausgabe eines zweibändigen Orts- und Flurnamenbuches, dessen erster Band die Toponyme in Form von Stichwörtern in alphabetischer Folge dokumentiert und bespricht. Wegen der grossen Materialfülle gliedert sich dieser Band in mehrere Teilbände. Bislang publiziert wurden die Teilbände I/1 (A–F), I/2 (G–K), I/3 (L–M) und I/4 (N–B/P). 

Im laufenden Bewilligungszeitraum soll der Teilband I/5 (Q–S) als druckfähiges Manuskript erstellt und abgeschlossen (Übergang in den Satz voraussichtlich 2013) sowie die Arbeit an Teilband I/6 (D/T–Z) begonnen werden. Bei gleichbleibender Ausgangslage ist ein Abschluss des Gesamtprojektes (Dokumentationsband in 6 Teilbänden) für das Jahr 2017 vorgesehen und realisierbar.  

Geplant ist auch ein Auswertungsband (Bd. II: Systematische Auswertung des Namenmaterials nach sprachwissenschaftlichen, siedlungs- und kulturgeschichtlichen Gesichtspunkten), der u. a. auf der Arbeit der beiden Doktoranden und den Vorträgen und Publikationen der anderen Mitglieder der Forschungsstelle aufbauen kann.

Seit Anfang 2010 werden die für Teilband I/5 und I/6 zu erfassenden aktuellen und historischen Belege samt toponomastischen Materialien in der Datenbank FLUNA aufgenommen und verwaltet. Die Berner Datenbank teilt sich die Grundstruktur und durch regelmässige Synchronisation auch die Inhalte mit der Datenbank des ebenfalls vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Orts- und Flurnamenbuches der Nordwestschweiz bzw. der Forschungsstellen Basel-Land, Basel-Stadt und Solothurn (institutionell organisiert an der Universität Basel). Auf diese Weise sind für die beteiligten Forschungsstellen weiträumige Materialvergleiche und -auswertungen möglich, die bei der Bearbeitung vieler Lemmata überaus hilfreich sind. Das mit FLUNA für linguistische, historische und archäologische Analysen sowie für interessierte Laien bereitgestellte onymische Korpus (Orts- und Familiennamen) ist zudem für die schrittweise Übernahme in das gesamtschweizerische Ortsnamenportal ortsnamen.ch der SAGW vorgesehen.