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Lay summary
Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störungen (ADHS) gehören zu den häufigsten psychischen Störungen mit Beginn im Kindesalter. Etwa 5 Prozent aller Kinder sind betroffen. Der Verlauf ist häufig chronisch und es wird geschätzt, dass etwa 4 Prozent aller Erwachsenen betroffen sind. Zahlreiche wissenschaftliche Befunde weisen auf erbliche Faktoren in der Entstehung von ADHS hin. Eine familiäre Häufung ist nachgewiesen.In dem vom SNF finanziell unterstützten Projekt Multilevel Family Assessment of ADHD (MFAA) am Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Zürich wird die Ähnlichkeit innerhalb von Familien mit einem an ADHS leidendem Kind auf mehreren Ebenen untersucht: Persönlichkeit, ADHS-typische sowie weitere Verhaltensmerkmale, Erbsubstanz sowie Funktionen des Gehirns. In die Untersuchung werden das Kind mit ADHS, ein Geschwisterkind sowie die Eltern des Kindes eingeschlossen.Das Projekt hat mit dem dritten Jahr der Datenerhebung begonnen und soll Ende Oktober 2008 in die Phase der Auswertung gehen. Es werden neue und vertiefte Erkenntnisse zu den Entstehungsbedingungen und Ursachen von ADHS erwartet.Weitere Informationen zum Projekt finden sich unter www.kjpdzh.ch. Interessierte Familien sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Den teilnehmenden Familien werden als Entgelt eine finanzielle Anerkennung sowie die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Neurofeedback-Training angeboten.