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Value-Based Non-Consequentialism

English title Value-Based Non-Consequentialism
Applicant Löschke Jörg
Number 176703
Funding scheme SNSF Professorships
Research institution Philosophisches Seminar Universität Zürich
Institution of higher education University of Zurich - ZH
Main discipline Philosophy
Start/End 01.03.2019 - 28.02.2023
Approved amount 1'182'062.00
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Keywords (9)

Restrictions; Consequentialism; Options; Value; Deontology; Agent-Neutral Reasons; Appropriate Responses; Agent-Relative Reasons; Associative Duties

Lay Summary (German)

Lead
Das Projekt untersucht die Möglichkeit eines wertbasierten Non-Konsequentialismus, also einer Theorie im Bereich der normativen Ethik, die die attraktiven Annahmen von Konsequentialismus und Deontologie kombiniert.
Lay summary
Im Bereich der normativen Ethik gibt es zwei Annahmen, die gleichermassen plausibel erscheinen, aber in unterschiedliche Richtungen weisen. Die erste Annahme besteht darin, dass evaluative Überlegungen die Grundlage der Moral darstellen: Was wir tun sollen bestimmt sich in erster Linie durch Erwägungen darüber, was gut oder schlecht ist; und wenn etwas gut oder schlecht ist, dann liegt dies nicht an der Identität einer bestimmten Person. Dies drückt den Unparteilichkeitsgedanken aus, der für moralische Überlegungen zentral ist. Die zweite Annahme besteht darin, dass es im Bereich der Moral nicht nur darum geht, wie die Welt aussieht, sondern auch, was einzelne Akteure tun. Im Projekt soll untersucht werden, wie diese Annahmen in einer neuartigen Theorie zusammengeführt werden können. Es untersucht erstens, in welcher Form evaluative Erwägungen die Grundlage der Moral darstellen können. Hier wird auch untersucht, wie der Zusammenhang von Werten und Handlungsgründen genau zu verstehen ist. Zweitens wird untersucht, inwiefern dies mit der Annahme der besonderen Verantwortung von Akteuren für ihre eigenen Handlungen in Einklang gebracht werden kann. In einem dritten Teil werden die Ergebnisse dieser Forschungsfragen auf konkrete Fragen im Bereich der Ethik persönlicher Beziehungen oder persönlicher Projekte angewendet.

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext:
Das Projekt setzt sich zum Ziel, einen signifikanten und originellen Beitrag zu einer der wichtigsten Debatten der praktischen Philosophie zu leisten. Darüber hinaus helfen die werttheoretischen Überlegungen, ein besseres Verständnis von gesellschaftlichen Debatten zu erlangen.

Direct link to Lay Summary Last update: 25.11.2018

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Associated projects

Number Title Start Funding scheme
152918 Der normative Stellenwert akteur-relativer Gründe 01.07.2014 Project funding (Div. I-III)

Abstract

Consequentialism and deontology remain the two most prominent approaches in normative ethics, and they are often taken to be incompatible. Several attempts have been made to reconcile the plausible ideas of both kinds of theories, in particular consequentialism’s value-first framework and deontology’s emphasis on agent-relative reasons, but they all face problems. This constitutes an important research gap, because a theory that convincingly explains agent-relative reasons within a value-first framework is yet to be developed. The proposed research project aims to develop the groundwork for such a theory. More specifically, it aims to develop a novel multi-level value-based non-consequentialism that explains agent-relative reasons (as well as moral requirements) in terms of appropriate value responses on different levels. The project promises important results not only for normative ethics, but also for other fields of practical philosophy such as questions about the relation between reasons and values, about the good and meaningful life, or about the ability of agents to shape the normative landscape.
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