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Bildung in Zahlen

English title Education by numbers
Applicant Criblez Lucien
Number 170407
Funding scheme Research Infrastructure
Research institution Institut für Erziehungswissenschaft Universität Zürich
Institution of higher education University of Zurich - ZH
Main discipline Educational science and Pedagogy
Start/End 01.01.2017 - 31.12.2020
Approved amount 797'668.00
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All Disciplines (3)

Discipline
Educational science and Pedagogy
Sociology
Swiss history

Keywords (3)

History of Education; Educational Statistics; Educational Policy

Lay Summary (German)

Lead
Bildung in Zahlen - Education by Numbers
Lay summary

Die Forschungsinfrastruktur „Bildung in Zahlen“ stellt für die gesamte Schweiz umfangreiche Datensätze zur Analyse der historischen Entwicklung der schweizerischen Bildungssysteme zur Verfügung. Von der Vorschule bis zur Hochschule, von der allgemeinen Grundbildung bis zur beruflichen Ausbildung werden Daten v.a. zu Lernenden, Lehrpersonen und Abschlüssen über einen Zeitraum von bis zu 150 Jahren inventarisiert. Die Entwicklungen der kantonalen Schulsysteme werden als Kontextwissen erarbeitet und grafisch sowie tabellarisch dargestellt. Damit lassen sich über einen langen Zeitraum u.a. Fragen betreffend kantonal deutlich variierenden Entwicklungen bearbeiten: beispielsweise zum binnennationalen und internationalen Mobilitätsverhalten von Studierenden, zur Entwicklung verschiedener Mittelschulabschlüsse, zur Veränderung der Mädchenbeteiligung in unterschiedlichen Schulstufen oder zum Wandel der Bedeutung unterschiedlicher Träger in der beruflichen Grundbildung.

Die inventarisierten Daten werden online zur Verfügung gestellt. Der zu diesem Zweck entwickelte Datenbrowser (www.bildungsgeschichte.uzh.ch) wird zu einem zentralen Bestandteil der Forschungsinfrastruktur ausgebaut und mittelfristig als Publikations- und Kommunikationsinstrument der Forschungsgemeinschaft weiter entwickelt.

Der weitere Ausbau der Forschungsinfrastruktur erfolgt entlang von drei Schwerpunkten: 1) Die Dateninventarisierung wird erweitert um den Bereich der beruflichen Ausbildung. Schrittweise werden Daten für die gewerblichen, industriellen, und kaufmännischen Beruf sowie für die paramedizinischen, sozialen, künstlerischen und die landwirtschaftlichen Berufe inventarisiert. 2) Parallel zur Weiterführung der Inventarisierungsarbeit werden ausgewählte Entwicklungen analytisch ausgewertet. 3) Als dritter Schwerpunkt wird die technische Infrastruktur in Zusammenarbeit mit „Service and Support for Science IT“ (S3IT) der Universität Zürich weiterentwickelt.

Direct link to Lay Summary Last update: 10.11.2016

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Associated projects

Number Title Start Funding scheme
146239 Bildung in Zahlen 2. Historische Analysen zur politischen Funktion bildungsstatistischer Daten in der Schweiz 01.01.2014 Project funding (Div. I-III)
177436 The “Grammar” of Stationary Education in Context - Continuity and Change by the Example of the Landerziehungsheim Albisbrunn in the 20th Century 01.09.2018 NRP 76 Welfare and coercion
66636 Strukturwandel der Lehrerbildung in der deutschsprachigen Schweiz. 01.05.2002 Project funding (Div. I-III)
177998 Bankengeschichte als Bildungsgeschichte. Kinder- und Jugendpolitik der Banken und Sparkassen im 20. Jahrhundert 01.08.2018 Early Postdoc.Mobility
120415 Kaufmännische-betriebswirtschaftliche Bildung in der Schweiz - Rekonstruktion ihrer Ausdifferenzierung und Hierarchisierung (2. Teil: 1950 bis in die Gegenwart) 01.10.2008 Project funding (Div. I-III)
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112309 Die kaufmännische Ausbildung in der Schweiz - ihre Ausdifferenzierung und Hierarchisierung (Teil 1: 1880-1950) 01.10.2006 Project funding (Div. I-III)

Abstract

In den vergangenen Jahrzehnten kann innerhalb von Bildungssystemen ein steigendes Bedürfnis an Daten zum Zustand, zur Entwicklung und zu den Ergebnissen beobachtet werden. Die Forschungsinfrastruktur „Bildung in Zahlen“ stellt erstmals für die gesamte Schweiz einen umfangreichen Datensatz zur Analyse der Entwicklung der schweizerischen Bildungssysteme zur Verfügung. Von der Vorschule bis zur Hochschule, von der allgemeinen Grundbildung bis zur beruflichen Ausbildung werden Daten über einen Zeitraum von bis zu 150 Jahren inventarisiert, historisch kontextualisiert und analytisch ausgewertet. Die inventarisierten Daten werden der Forschungsgemeinschaft und der interessierten Öffentlichkeit online zur Verfügung gestellt (Open access). Der zu diesem Zweck entwickelte Datenbrowser (als Pilotversion unter: www.bildungsgeschichte.uzh.ch) soll zu einem zentralen Bestandteil der Forschungsinfrastruktur ausgebaut und mittelfristig als Publikations- und Kommunikationsinstrument der Forschungsgemeinschaft weiter entwickelt werden. „Bildung in Zahlen“ kombiniert die Publikation von Grundlagendaten zur Schulsystementwicklung der Schweiz seit dem frühen 19. Jahrhundert mit der datenbezogenen Analyse verschiedener Aspekte dieser Entwicklungen und einem öffentlichen Zugang zu den Daten über eine, über das Projekt hinaus anschlussfähigen technischen Infrastruktur.Der geplante Ausbau der Forschungsinfrastruktur von Januar 2017 bis Dezember 2020 ist entsprechend dieser drei Schwerpunkte aufgebaut. 1) Die Dateninventarisierung - im Bereich der Volksschulen, der gymnasialen Mittelschulen, der Lehrerinnen- und Lehrerbildung und der universitären Hochschulen weitgehend abgeschlossen - wird erweitert um den Bereich der beruflichen Ausbildung. Schrittweise werden Daten zuerst der seit 1930 durch den Bund reglementierten Berufe, der paramedizinischen Berufe sowie der sozialen, künstlerischen und landwirtschaftlichen Berufe inventarisiert. 2) Parallel zur Weiterführung der Inventarisierungsarbeit werden auf Grundlage der bereits vorliegenden Datensätze und (zeitlich versetzt) der neu inventarisierten Daten ausgewählte Entwicklungen analytisch ausgewertet. Dies betrifft die Frage der Mädchenbeteiligung, die Entwicklung des Kindergartens, die Frage nach der Mobilität der Studierenden in der Schweiz, die Schulsystementwicklung in föderalen Systemen (interkantonale Vergleiche) sowie die Entwicklung der Ausbildung im paramedizinischen Bereich. 3) Als dritter Schwerpunkt wird die technische Infrastruktur in Zusammenarbeit mit „Service and Support for Science IT“ (S3IT) der Universität Zürich weiterentwickelt. Die Entwicklung einer neuen Web-Applikation wird unmittelbar ab Januar 2017 begonnen, implementiert und laufend den Anforderungen angepasst. Mit der inhaltlichen und technischen Entwicklung einer domänenspezifischen Ordnungsstruktur ab 2019 wird zugleich versucht, die langfristige Entwicklung der Forschungsinfrastruktur über das hier beantragte Forschungsprojekt hinaus gedanklich vorwegzunehmen und die technischen Grundlagen für einen Betrieb nach 2020 im Rahmen der nationalen Projekt-Partnerschaft "Bildungsgeschichte Schweiz" zu schaffen.
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