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Kulte und Heiligtümer auf der Chalkidike: Untersuchungen zur Sakraltopographie im Kontext historisch-politischer Ereignisse (1200 v. - 300 n. Chr.)

English title Cults and Sanctuaries on the Chalcidice:studies on the Sacred Topography in the Context of Historical and Political Events (1200 B.C. - 300 A.D.)
Applicant Guggisberg Martin
Number 162676
Funding scheme Project funding (Div. I-III)
Research institution Klassische Archäologie Departement Altertumswissenschaften Universität Basel
Institution of higher education University of Basel - BS
Main discipline Archaeology
Start/End 01.10.2015 - 30.09.2018
Approved amount 114'023.00
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All Disciplines (3)

Discipline
Archaeology
Ancient history and Classical studies
Religious studies, Theology

Keywords (8)

Kulturtransfer; Romanisierung; Identität; Chalkidike; Kolonisation; Makedonien; Heiligtum; Kult

Lay Summary (German)

Lead
Das Projekt liefert einen erstmaligen Gesamtüberblick zu Kulten und Heiligtümern auf der in Nordgriechenland gelegenen Halbinsel Chalkidike in der Antike. Das Ziel der Untersuchung besteht in der Rekonstruktion einer religiösen Landschaft mit ihren spezifischen Merkmalen und deren Entwicklung unter verschiedenen Gesichtspunkten.
Lay summary

Die zu untersuchenden Kulte und Heiligtümer werden durch verschiedene Quellengattungen (Schriftquellen, Inschriften, Münzen, archäologische Zeugnisse) ausgewertet und mit anderen griechischen Kulten und Sakralorten verglichen. Besonders interessant ist die Analyse der einheimischen Elemente sowie anderer kultureller Einflüsse innerhalb dieser geographischen Region. Die Frage nach der Herkunft der Chalkidier und die Rolle der Siedler von der Insel Euböa sind dabei von großer Bedeutung. Das Untersuchungsgebiet wird über einen langen Zeitraum von der späten Bronzezeit bis in die römische Kaiserzeit erforscht. Dabei sollen Kultkontinuitäten und Veränderungen im religiösen Leben unter Berücksichtigung des historischen Kontextes aufgezeigt werden. In diesem Zusammenhang spielt ebenfalls die Entwicklung der unterschiedlichen Bevölkerungszusammensetzung eine Rolle.

Die Untersuchung der chalkidischen Sakrallandschaft im Rahmen eines Dissertationsprojektes dient zur weiteren Erschließung dieser Region und liefert damit wichtige Grundlagen innerhalb dieses jungen Forschungsfeldes. Es nimmt ebenso Bezug auf aktuelle Fragestellungen innerhalb der internationalen Forschung, wie es bei der Betrachtung der Beziehung von Euböa zu Nordgriechenland der Fall ist. Weiterhin ergänzt das Projekt die Untersuchungen zu Kulten und Heiligtümern in anderen Landschaften im nordgriechischen Raum.

Direct link to Lay Summary Last update: 03.12.2015

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Publications

Publication
Cults and Sanctuaries of Poseidon in the Ancient World. The Chalcidian perspective. A preliminary scetch
Denk Oliva (2018), Cults and Sanctuaries of Poseidon in the Ancient World. The Chalcidian perspective. A preliminary scetch, in Journal of Hellenic Religion, 11, 69-92.

Collaboration

Group / person Country
Types of collaboration
Universität Thessaloniki, Klass. Archäologie Greece (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results

Scientific events

Active participation

Title Type of contribution Title of article or contribution Date Place Persons involved
24th Annual Meeting of the EAA Reflecting Futures Talk given at a conference A cave sanctuary for Dionysos and the Nymphs (Kallithea, Chalcidice) 05.09.2018 Barcelona, Spain Denk Olivia;
Postkoloniale Antike? Alterität und Macht in den Altertumswissenschaften Talk given at a conference Der griechische Norden. "Das Andere" an der Peripherie der Macht!? Die Chalkidike und ihre kolonialen Erfahrungen 04.12.2017 Basel, Switzerland Denk Olivia;
22nd Annual Meeting of the EAA Talk given at a conference Phenomena of migration on Chalcidice 31.08.2016 Vilnius, Lithuania Denk Olivia;


Associated projects

Number Title Start Funding scheme
165319 „Kulte und Heiligtümer auf der Chalkidike - Untersuchungen zur Sakraltopographie im Kontext historisch-politischer Ereignisse (1200 v. Chr. - 300 n. Chr.)“ 30.09.2016 Doc.Mobility

Abstract

Das Projekt „Kulte und Heiligtümer auf der Chalkidike - Untersuchungen zur Sakraltopographie im Kontext historisch-politischer Ereignisse (1200 v. Chr. - 300 n. Chr.)“ wird an der Universität Basel im Fachbereich Klassische Archäologie bearbeitet. Der Gesuchsteller Prof. Dr. M. Guggisberg und die Mitarbeiterin Olivia Denk MA widmen sich der Forschungsfrage nach der Rekonstruktion der Sakrallandschaft auf der griechischen Halbinsel Chalkidike unter Berücksichtigung religionsethnologischer Aspekte. Das Untersuchungsgebiet bezieht sich auf die heute für die gesamte Halbinsel gebrauchte Bezeichnung „Chalkidike“. Der zeitliche Rahmen erstreckt sich von der protogeometrischen Periode bis zur römischen Kaiserzeit, wobei der Schwerpunkt auf der archaischen, klassischen und hellenistischen Zeit liegt, da besonders in diesen Zeitabschnitten zahlreiche sozio-kulturelle Umwälzungsprozesse stattfanden. Die im Fokus stehenden Kulte und Heiligtümer werden mit Hilfe von literarischen, epigraphischen, numismatischen und archäologischen Zeugnissen in interdisziplinärem Rahmen ausgewertet. Die daraus resultierenden Ergebnisse sind den besser erforschten griechischen Heiligtümern und Kultstätten in Ober- und Untermakedonien gegenüberzustellen. Besonderes Augenmerk liegt auf der ethnischen Komplexität dieser Mikroregion und den Auswirkungen auf das religiöse Leben sowie der Herausbildung sakraler Charakteristika. Onomastische Studien sollen weiterhin ermöglichen, indigene Elemente aufzudecken und die im Kontrast dazu stehende Beeinflussung durch kulturelle Kontakte zu ermitteln. Die Untersuchung der chalkidischen Sakrallandschaft durch ein Forschungsprojekt dient zur weiteren Erschließung dieser Region und liefert damit wichtige Grundlagen innerhalb dieses jungen und von der internationalen Forschung bis heute vernachlässigten Forschungsfeldes in Nordgriechenland.Aufbauend auf den Forschungsinteressen des Gesuchstellers an Fragen des Kulturkontaktes an der Peripherie der griechisch-römischen Welt und den im Rahmen der Magisterarbeit und des Startstipendiums der Universität Basel geleisteten Vorarbeiten der Mitarbeiterin wird eine Durchführung des Projekts innerhalb von 2 Jahren angestrebt, mit dem Ziel, die Arbeit bis dahin abzuschliessen. Die sehr guten Kontakte zu griechischen Archäologen und Mitarbeiterin der Ephorien sowie international renommierten Wissenschaftlern, die aktuell im Untersuchungsgebiet forschen (Olynthos-Project), begünstigen den Fortschritt des Projektes in vielfältiger Hinsicht. Die Dissertation wird in Form einer Monographie publiziert.
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