Projekt

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The Chronicle of Matthew of Edessa Online

Titel Englisch The Chronicle of Matthew of Edessa Online
Gesuchsteller/in Andrews Tara
Nummer 159433
Förderungsinstrument Projektförderung (Abt. I-III)
Forschungseinrichtung
Institut für Geschichte / Digital Humanities Universität Wien
Institute of Advanced Study in the Humanities and the Social Sciences (IASH) Universität Bern
Hochschule Universität Bern – BE
Hauptdisziplin Allgemeine Geschichte (ohne Ur- und Frühgeschichte)
Beginn/Ende 01.05.2015 - 30.04.2019
Bewilligter Betrag 476'979.00
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Alle Disziplinen (2)

Disziplin
Allgemeine Geschichte (ohne Ur- und Frühgeschichte)
Weitere Sprachen

Keywords (5)

Digital edition; Medieval philology; Crusades history; Armenian history; Computational modelling

Lay Summary (Deutsch)

Lead
Ziel dieses Projekts ist es, eine technologisch bahnbrechende digitale kritische Edition der Chronik des Matthäus von Edessa (Matt‘eos U?hayec‘i), der ein armenischer Priester war und der den ersten Kreuzzug sowie die Begründung der Kreuzfahrerstaaten erlebte, herzustellen.
Lay summary

Inhalt und Ziel des Forschungsprojekts 

Die Chronik des Matthäus von Edessa wurde in den ersten drei Jahrzehnten des 12. Jahrhunderts geschrieben, und ist eine sehr wichtige Quelle für den Zeitraum vor und nach dem Ersten Kreuzzug. Sie wurde aus der Sicht eines einheimischen Christen geschrieben, der sich inmitten des Kampfes um seine Heimat befand. Die Chronik enthält nicht nur Angaben über den Kreuzzug und die vorhergehenden türkischen Herrscher, sondern auch über Byzanz, die Kalifate, den Kaukasus, Ägypten und Bulgarien. Die Chronik ist in etwa 35 Handschriften erhalten geblieben, wovon die Mehrzahl—einschliesslich die zwei älteste—noch nie editiert wurde. Das Hauptziel des Projektes ist es, eine neue kritische Edition des Texts herzustellen. Mit für diesen Zweck speziell entwickelten Computerwerkzeugen werden die verfügbaren Handschriften transkribiert, verglichen, und analysiert. Die Edition wird durch eine Graphkollation, zusammen mit Kommentaren über Personen, Orte, Ereignisse und weitere Informationen, repräsentiert. Hieraus wird eine Online-Ausgabe erstellt, wobei die Informationen unter anderem mit Zeitleisten und interaktiven Karten dargestellt und mit externen Datenbanken verlinkt und vernetzt werden. Dadurch fungiert die Edition des Textes als Forschungs- und Studienplattform für die Geschichte des mittelalterlichen Nahen Ostens.

Wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext

Sowohl aus wissenschaftlicher als auch gesellschaftlicher Sicht ist eine neue und kommentierte Edition der Chronik sehr wichtig, da sie unser Verständnis für die sozialen und ethnischen Aspekte der Kreuzzüge verbessert und vertieft.
Des Weiteren verfolgt das Projekt noch einen anderen wissenschaftlichen Zweck, indem es untersucht, wie man digitale Methoden am besten nutzen kann, um wissenschaftliche Texte und die dazugehörige Forschung zu veröffentlichen.

Direktlink auf Lay Summary Letzte Aktualisierung: 09.04.2015

Verantw. Gesuchsteller/in und weitere Gesuchstellende

Mitarbeitende

Abstract

This project will provide a full critical online edition that is approximately a century overdue. The text to be edited is the Armenian-language Chronicle of Matthew of Edessa, a pivotal source for the history of the Crusading movement that has nevertheless suffered from grievous neglect in modern scholarship. The online edition project will serve as a platform for research into the people, places, and contexts to which Matthew refers and for interlinkages with other digital resources such as historical maps and online prosopographies. It will demonstrate the power and potential of digital textual scholarship by developing, in collaboration with other centres for digital textual scholarship within Europe where possible, a computational model for historical texts that is both comprehensive enough and flexible enough to underpin the edition of a complex historical text that survives in varying versions. The computational model and technological framework, based on the principles of graph relationship modelling and linked open data, will itself be methodologically useful for the wider field of digital textual scholarship.
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