Project

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Film und Religion im Spiegel von Tradierungsprozessen. Untersuchung des religionshistorischen Motivs der «Heiligen Familie» im zeitgenössischen Arthouse-Kino

English title Film and Religion Facing Transmission Processes. The Religious-Historical Motif of the «Holy Family» in Contemporary Arthouse Cinema
Applicant Pezzoli-Olgiati Daria
Number 143564
Funding scheme Project funding (Div. I-III)
Research institution Theologisches Seminar Universität Zürich
Institution of higher education University of Zurich - ZH
Main discipline Religious studies, Theology
Start/End 01.01.2013 - 30.04.2016
Approved amount 168'570.00
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All Disciplines (3)

Discipline
Religious studies, Theology
Theatre and Cinema
Visual arts and Art history

Keywords (5)

Religion and Media; Religion and Film; European History of Religion; Study of Religions; Visuality, Media and Religion

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary

Lead: Das christliche Motiv der Heiligen Familie als Idealvorstellung einer spezifischen Form des menschlichen Zusammenlebens ist bis heute eines der wichtigsten Bildspender der westlichen Kunst. Das Projekt untersucht ausgehend von ausgewählten Werken die Adaptionen der Heiligen Familie im zeitgenössisch-europäischen Arthouse-Film aus der Perspektive einer kulturwissenschaftlich geprägten Religionswissenschaft.

Hintergrund: Zeitgenössische Filmemacher interpretieren und adaptieren das religionshistorische Motiv der Heiligen Familie auf unterschiedliche Weise. Sie de- und rekonstruieren diese idealisierte Familienvorstellung und refelktieren dabei aktuelle soziale, religiöse und politische Debatten um Genderrollen und Lebensformen. Doch ist die intensive Auseinandersetzung mit dem Motiv kein rezentes Interesse: Ein Blick in dier Filmgeschichte zeigt, dass die Heilige Familie in den unterschiedlichsten Genres und von diversen Filmemachern durch alle Zeiten hindurch bearbeitet und inszeniert wurde. Um die Erkennbarkeit des Motivs zu garantieren, orientieren sich die filmischen Inszenierungen an bestimmten Darstellungskonventionen aus der darstellenden Kunst.  Der Film kann folglich als populäre und aktuelle Etappe eines intermedialen Tradierungsprozesses aufgefasst werden. Die Verfremdungen ästhetischer und inhaltlicher Natur, die das Motiv während der filmischen Adaption erfährt, sollen in Bezug zu populären Darstellungen aus der Malerei des 16. Jhs. herausgearbeitet und reflektiert werden.

Ziel: Das Projekt hat zum Ziel intermediale Tradierungsprozesse am Beispiel eines christlich konnotierten Motivs im zeitgenössischen Arthouse-Film im Rahmen einer kulturwissenschaftlich ausgerichteten Religionswissenschaft zu untersuchen. Im Zentrum der Untersuchung steht die Frage, wie die drei Filmemacher Susanne Bier, François Ozon und Pedro Almodóvar das religionsgeschichtliche Motiv der Heilige Familie, das in ihren Werken in unterschiedlicher Form präsent ist, filmisch aufnehmen und verändern. Anhand eines spezifischen Filmkorpus untersucht das Projekt die Etappen der intermedialen Tradierung eines religionshistorischen Motivs vom 16. Jh. bis heute und fragt nach damit verbundenen Bedeutungszuweisungen ausserhalb der religiösen Tradition. Die Analyse ausgewählter Filme wird in Bezug zu Darstellungen aus der Malerei gesetzt. Dadurch soll der Tradierungsverlauf aufgezeigt und im jeweiligen Kontext der filmischen Produktion reflektiert und interpretiert werden.

Bedeutung: Die spezifische Ästhetik eines Motivs spielt im intermedialen Tradierungsprozess eine zentrale Rolle: Denn nur, wenn es nach bestimmten Konventionen dargestellt wird, ist es dem Rezipienten überhaupt möglich, es zu erkennen, einzuordnen und im Kontext zu interpretieren. Aus religionswissenschaftlicher Perspektive wurden religionshistorische Motive im Film bis anhin bis auf wenige Ausnahmen vor allem auf der Ebene der Narration analysiert. Die Untersuchung des Motivs Heilige Familie im zeitgenössischen Arthouse-Film erweitert den laufenden Diskurs der intermedialen Tradierung im Forschungsfeld Visualität und Religion, indem es den Zusammenhang zwischen ästhetischer Inszenierung und religionshistorischer Bedeutung theoretisch und am Fallbeispiel reflektiert. Dazu liefert dieses Projekt einen neuen Impuls im religionswissenschaftlichen Bereich Film und Religion, der in Europa immer noch wenig erforscht ist.

 

Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Publications

Publication
Cross-media Transmission Processes. Marian Figures in TODO SOBRE MI MADRE (Pedro Almodóvar, E 1999)
Fritz Natalie (2015), Cross-media Transmission Processes. Marian Figures in TODO SOBRE MI MADRE (Pedro Almodóvar, E 1999), in Journal for Religion, Film and Media, 1, 89-94.
Images travelling through Time and Media: De- and Reconstruction of the Holy Family in Contemporary Independent Cinema
Fritz Natalie (2015), Images travelling through Time and Media: De- and Reconstruction of the Holy Family in Contemporary Independent Cinema, in Pezzoli-Olgiati Daria (ed.), Nomos/Pano, Baden-Baden/Zürich, 173-205.
"I'm down on my knees". Der Körper im Gebet. Ein Essay
Fritz Natalie/Höpflinger Anna-Katharina (2014), "I'm down on my knees". Der Körper im Gebet. Ein Essay, in Hermeneutische Blätter, 2, 115-130.
Kostüme als visuelle Repräsentation von Lebenshaltungen. Vom Spiel mit sexuellen Vorlieben und religiösen Traditionen in SECRETARY (Steven Shainberg, USA 2002)
Fritz Natalie/Mäder Marie-Therese (2013), Kostüme als visuelle Repräsentation von Lebenshaltungen. Vom Spiel mit sexuellen Vorlieben und religiösen Traditionen in SECRETARY (Steven Shainberg, USA 2002), in Pezzoli-Olgiati Daria/Höpflinger Anna-Katharina/Glavac Monika (ed.), Vandenhoeck&Ruprecht, Göttingen, 127-167.
"You don’t need to follow anybody You’ve got to think for yourselves" Monty Python’s satirische Annäherung an das Passionsnarrativ
Fritz Natalie, "You don’t need to follow anybody You’ve got to think for yourselves" Monty Python’s satirische Annäherung an das Passionsnarrativ, in Fritz Natalie (ed.), Schüren, Marburg.
Augen-Blicke. 28 Perspektiven auf Religion
Fritz Natalie (ed.), Augen-Blicke. 28 Perspektiven auf Religion, TVZ, Zürich.
Einleitung
Fritz Natalie, Mäder Marie-Therese, Pezzoli-Olgiati Daria, Scolari Baldassare, Einleitung, in Fritz Natalie et al. (ed.), Schüren, Marburg.
Ist Religion überall?
Fritz Natalie, Ist Religion überall?, in Fritz Natalie et al. (ed.), TVZ, Zürich, 1-7.
Leid-Bilder. Die Passionsgeschichte in der Kultur
Fritz Natalie (ed.), Leid-Bilder. Die Passionsgeschichte in der Kultur, Schüren, Marburg.

Collaboration

Group / person Country
Types of collaboration
Forschungsgruppe Medien und Religion, Universität Zürich Zürich Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Publication
- Research Infrastructure
- Industry/business/other use-inspired collaboration
International Exchange on Media and Religion. Religious Images and Cultural Imaginary Great Britain and Northern Ireland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Publication
- Industry/business/other use-inspired collaboration
Internationale Forschungsgruppe "Film und Theologie" Germany (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Publication
- Industry/business/other use-inspired collaboration
Zentrum für Religion, Wirtschaft und Politik Switzerland (Europe)
- in-depth/constructive exchanges on approaches, methods or results
- Publication
- Research Infrastructure
- Industry/business/other use-inspired collaboration

Scientific events

Active participation

Title Type of contribution Title of article or contribution Date Place Persons involved
Seniorenkolleg Liechtenstein Individual talk Kleider machen Leute! Kleidung, Religion und Identität 12.01.2017 Mauren, Liechtenstein Fritz Natalie;
Seniorenuniversität Zürich Individual talk Kleider machen Leute! Kleidung, Religion und Identität 22.12.2016 Universität Zürich, Irchel, Switzerland Fritz Natalie;
Familienbilder. Reflexionen und Konstruktionen zum Thema Familie im aktuellen Spielfilm. Jahrestagung der Internationalen Forschungsgruppe Film und Theologie Talk given at a conference Die Heilige Familie im zeitgenössischen Arthouse-Kino 04.05.2016 Akademie Schwerte (Ruhr), (DE), Germany Fritz Natalie;
Ringvorlesung „Leid-Bilder. Die Passionsgeschichte in der Kultur“, Universität Zürich Individual talk Messias durch Zufall. Die Passion als Satire MONTY PYTHON’S LIFE OF BRIAN (Terry Jones, GB 1979) 15.09.2015 Universität Zürich, Switzerland Fritz Natalie;
XXI World Congress IHAR (International Association for the History of Religions) Talk given at a conference Introductory Speech beim Panel „Film and Religion: Adaptations and Transformations of the Passion Narrative in Film and Culture“ (zus. mit Dr. Marie-Therese Mäder) 23.08.2015 Universität Erfurt (DE), Germany Fritz Natalie;
Winter School des Zentrums für Religion, Wirtschaft und Politik (ZRWP) und des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ der Universität Münster Talk given at a conference Präsentation Dissertationsprojekt "Film und Religion im Spiegel von Tradierungsprozessen. Das Motiv der Heiligen Familie im zeitgenössischen Arthouse-Kino" 09.03.2015 Universität Zürich, Switzerland Fritz Natalie;
Workshop Thinking Methods, 10 Years Research Group Medien und Religion Talk given at a conference Cross-Media Transmission Processes. Marian Figures in TODO SOBRE MI MADRE (Pedro Almodóvar, E 1999) 03.11.2014 Universität Zürich, Switzerland Fritz Natalie;
Images as Socio-Religious Practices, Internationale Forschungsgruppe "International Exchange on Media and Religion" Talk given at a conference Introduction to hans Belting's "Likeness and Presence. A History of the Image before the Era of Art, 1994” 28.08.2014 Fondazione Bruno Kessler, Trento (IT), Italy Fritz Natalie;
Bible revisited. Neue Zugänge im Film, Jahrestagung der Internationalen Forschungsgruppe Film und Theologie Talk given at a conference Vortrag „Film und Religion im Spiegel von Tradierungsprozessen. Das Motiv der Heiligen Familie im zeitgenössischen Arthouse-Kino“ 18.06.2014 Akademie Schwerte (Ruhr), DE, Germany Fritz Natalie;
Religionswissenschaftliches Forschungskolloquium „Medien und Religion“, HS 2013 , UZH Individual talk „Enfants incroyables - parents bizzares. François Ozons (un)heilige Familiengeschichten“ 04.11.2013 Universität Zürich, Switzerland Fritz Natalie;
Religion in Cultural Imaginaries, Internationale Forschungsgruppe „International Exchange on Media and Religion“ Talk given at a conference Mapping my Imaginary. The Holy Family in contemporary Arthouse-Cinema 26.08.2013 Heythrop College, London, Great Britain and Northern Ireland Fritz Natalie;
Seminar Film und Religion FS 2013, Filmwissenschaftliches Seminar, UZH Individual talk „Tradierungsprozesse am Beispiel der Heiligen Familie im zeitgenössischen Arthouse-Kino“ 15.03.2013 Universität Zürich, Switzerland Fritz Natalie;


Knowledge transfer events

Active participation

Title Type of contribution Date Place Persons involved
Workshop „Sichtbare Religion“, Frankfurt a. M. Workshop 14.08.2015 Frankfurt a. M., Germany Pezzoli-Olgiati Daria; Fritz Natalie;
Workshop „Sichtbare Religion“, Religionswissenscahftliches Seminar, Universität Zürich Workshop 08.07.2014 Universität Zürich, Switzerland Pezzoli-Olgiati Daria; Fritz Natalie;
Podiumsdisskussion Film im Fokus zu MASTER OF THE UNIVERSE (DE 2012) Talk 03.12.2013 Basel, Switzerland Fritz Natalie;
Workshop „Sichtbare Religion“ am Religionswissenschaftlichen Seminar, Universität Zürich Workshop 10.06.2013 Universität Zürich, Switzerland Fritz Natalie; Pezzoli-Olgiati Daria;


Communication with the public

Communication Title Media Place Year
Talks/events/exhibitions Einführungsreferat zu MONTY PYTHON’S LIFE OF BRIAN (Terry Jones, GB 1979), RoyalScandalCinema. Erre German-speaking Switzerland 2016
Media relations: print media, online media Familie - eine ambivalente Lebensgemeinschaft Neue Wege Western Switzerland German-speaking Switzerland 2016
Media relations: print media, online media Ringvorlesung Leid-Bilder. Die Passion in der Kultur ZRWP Bulletin, No. 12, 2016 Italian-speaking Switzerland German-speaking Switzerland Western Switzerland 2016
Media relations: radio, television „Heilige Familie: Was aus dem biblischen Original wurde“ Beitrag Kulturplatz SRF,23.12.15 Western Switzerland German-speaking Switzerland Italian-speaking Switzerland Rhaeto-Romanic Switzerland 2015
Talks/events/exhibitions Einführungsreferat zu THE LAST TEMPTATION OF CHRIST (Martin Scorsese, US 1988), RoyalSca German-speaking Switzerland 2015
Media relations: print media, online media Passion. Ein multimediales Motiv ZRWP Bulletin, No. 11/2015 Western Switzerland German-speaking Switzerland Italian-speaking Switzerland 2015
Media relations: print media, online media Gebetshaltungen in den Weltreligionen. Beten - mit dem ganzen Menschen Sonntag, Jg. 94, No.:45, 7.11.2013, Baden Western Switzerland German-speaking Switzerland 2013

Associated projects

Number Title Start Funding scheme
136132 Approches to the Visual in Religion 01.02.2011 Publication grants
120131 Medien und Religion 01.10.2008 SNSF Professorships
117585 Die Reise im Spielfilm als Transformationsprozess: eine interdisziplinäre Annäherung an die Beziehung zwischen Religion und Film 01.10.2007 Project funding (Div. I-III)

Abstract

Das geplante Dissertationsprojekt untersucht ausgehend von ausgewählten Werken die Adaptionen des christlichen Motivs der Heiligen Familie im zeitgenössisch-europäischen Arthouse-Film aus der Perspektive einer kulturwissenschaftlich geprägten Religionswissenschaft. Der Film wird dabei als populäre und aktuelle Etappe eines intermedialen Tradierungsprozesses aufgefasst. Die Verfremdungen ästhetischer und inhaltlicher Natur, die das Motiv während der filmischen Adaption erfährt, sollen in Bezug zu populären Darstellungen aus der Malerei des 16. Jhs. herausgearbeitet und reflektiert werden. Das Projekt ist in drei Phasen gegliedert. Die erste Phase befasst sich mit der Untersuchung der Quellen (Quellen-analyse): Im Mittelpunkt steht die Analyse des Motivs der Heiligen Familie in ausgewählten europäischen Autorenfilmen. Innerhalb eines festgelegten Filmkorpus, das Werke von P. Almodóvar, F. Ozon und S. Bier umfasst, wird das Motiv mit Mitteln der Filmanalyse ästhetisch und narrativ untersucht: Dabei sollen Fragen nach den ästhetischen und inhaltlichen Veränderungen sowie den unterschiedlichen Funktionen und Bedeutungen, die das religionshistorische Motiv während des Tradierungsprozesses erfährt, nachgegangen werden. Dabei geht es primär darum, die Funktion und die Bedeutungszuwei-sungen des religionshistorischen Motivs innerhalb eines einzelnen Films und im Kontext des Gesamtwerks des betreffenden Regisseurs zu erarbeiten. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur Erforschung der Wechselwirkung zwischen Religion und Film. In einem zweiten Schritt werden typische Darstellungskonventionen des Motivs in der Malerei herausgearbeitet, um einen Bezugsrahmen für die filmischen Adaptionen zu generieren. Die Konstruktion eines diachronen, intermedialen Kontexts erlaubt es, Veränderungen und Konstanten im Prozess der Transmission und Rezeption herauszuarbeiten. Gleichzeitig wird die Frage nach der Vergleichbarkeit der verschiedenen Darstellungsformen des Motivs in unterschiedlichen zeitlichen und kulturellen Kontexten vertieft. Diese zweite Phase zielt darauf ab, die Filmanalyse im Lichte des aufgebauten Bezugsrahmens zu situieren und reflektieren. In der dritten Phase wird das filmische Motiv der Heiligen Familie auf dem Hintergrund des Gesamtwerks, der Bio-graphie und des künstlerischen, politischen und religiösen Umfeldes der Regisseure und deren Zielpublikum diskutiert. Dadurch sollen Verwendung, Entfremdung und Verfremdung eines religiös konnotierten Motivs im Spiegel seiner jeweiligen Produktions- und Rezeptionskontexte hinterfragt werden. Einerseits stehen hier Bedeutung und Leistung religiöser Verweise in Filmen aus unterschiedlichen europäischen Ländern und cineastischen Traditionen im Mittelpunkt; andererseits soll die Rolle von religiös geprägten Narrationen und Symbolen in der zeitgenössischen, medialisierten Öffentlichkeit reflektiert werden. Das Diskursfeld Visualität und Religion, das kulturell geprägte Repräsentations- und Wahrnehmungsstrategien unter-sucht, bildet den theoretischen Rahmen des Projekts. Auf dieser Ebene wird ein Beitrag sowohl zur Reflexion der Möglich-keiten und Schwerpunkte eines religionswissenschaftlichen Zugangs zum „Bild“ als auch zum Verhältnis der beiden, intera-gierenden Kommunikationssysteme Film und Religion geleistet.Methodisch ist die Dissertation interdisziplinär angelegt: Die Filme werden einerseits mit Hilfe filmwissenschaftlicher Zugänge sowie mit besonderer Fokussierung auf die Ästhetik der Oberfläche untersucht, andererseits werden cineastische Motivadaptionen in Bezug zu Darstellungen der Malerei gesetzt und mittels kunsthistorischer Verfahren systematisiert. Die Untersuchung trägt insgesamt eine stark religionswissenschaftlich ausgerichtete Perspektive. Das Projekt kombiniert auf innovative Weise einen religionsgeschichtlichen Zugang mit typischen Verfahren einer kulturwissenschaftlich ausgerichteten, vergleichenden Religionswissenschaft: Auf der theoretisch-systematischen Ebene setzt sich das Projekt mit der Entstehung, der Verwendung und Tradierung des biblischen und apokryphen Motivs in unterschiedlichen Medien vergleichend auseinander.
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