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Evaluation of a newly developed cognitive behaviour therapy pro- gramme in groups for patients with personally disorders (BIT, Bern Integrative Therapy) with a randomised control group design

Applicant Roder Volker
Number 67932
Funding scheme Project funding (Div. I-III)
Research institution Universitäre Psychiatrische Dienste Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Institution of higher education University of Berne - BE
Main discipline Neurology, Psychiatry
Start/End 01.11.2002 - 31.10.2007
Approved amount 227'000.00
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Keywords (7)

Schematherapy; group therapy; personality disorders; heterogeneous groups; integrative therapy; cluster B personality disorders; cluster C personality disorders

Lay Summary (German)

Lead
Lay summary
Bislang herrscht ein erheblicher Mangel an Therapieverfahren für Patienten mit Persönlichkeitsstörungen, die eine Behandlung im gemischten Gruppensetting ermöglichen. Vor diesem Hintergrund entwickelte unsere Arbeitsgruppe einen neuen manualisierten Therapieansatz, der schematherapeutische, emotionszentrierte, kognitive und verhaltenstherapeutische Methoden integriert, die „Schemazentrierte emotiv-behaviorale Therapie“ (SET). Die SET wurde im Rahmen eines randomisierten Kontrollgruppendesigns evaluiert. Bei der Experimentalgruppe kam dabei die SET, bei der Kontrollgruppe ein Therapieverfahren zur Verbesserung sozialer Fertigkeiten (SST) zum Einsatz. Insgesamt konnten 93 ambulante oder teilstationäre Patienten mit einer Persönlichkeitsstörung aus dem Cluster B oder C (DSM-IV) in die Untersuchung einbezogen werden. Die Datenerhebung erfolgte zu Beginn und nach Abschluss der Therapie sowie nach einem achtmonatigen Katamnesezeitraum. Aufgrund der hochsignifikant unterschiedlichen Dropout-Raten in beiden Untersuchungsbedingungen (SET: 6.4%; SST: 34.8%) erfolgte die Auswertung als Completer-Analyse (n=60) mit parallelisierten Untergruppen. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die SET über den gesamten Untersuchungszeitraum in den Bereichen symptomatische Beeinträchtigungen, Interaktionsverhalten und Belastungserleben signifikant grössere Verbesserungen als die Kontrollgruppe (SST) zeigt. Bei getrennter Betrachtung des Therapie- und des Katamnesezeitraumes werden clusterspezifische Effekte deutlich. So treten am Ende des Katamnesezeitraumes in der Experimentalbedingung bei Cluster-C-Patienten in den Bereichen symptomatische Beeinträchtigungen und Interaktionsverhalten Verschlechterungen auf, während in den anderen erfassten Variablen weitere tendenzielle Verbesserungen zu beobachten sind. Patienten mit einer Störung aus dem Cluster B verbessern sich dagegen kontinuierlich weiter. Mit der SET scheint ein Behandlungsansatz vorzuliegen, der eine angemessene Behandlung im gemischten Gruppensetting erlaubt. Die zeitliche Stabilität der Therapieeffekte überzeugt dabei vor allem für Cluster-B-Patienten. Mit der SET scheint somit ein Therapieansatz vorzuliegen, der bei Patienten mit Persönlichkeitsstörungen auf hohe Akzeptanz stösst und eine effiziente Behandlung im gemischten Gruppensetting ermöglicht. So könnte die SET nicht nur unter klinischen sondern auch unter ökonomischen Gesichtspunkten einen wichtigen Beitrag für die bestehende Krankenversorgung leisten.
Direct link to Lay Summary Last update: 21.02.2013

Responsible applicant and co-applicants

Employees

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