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Building up savings and financial skills for economic empowerment and wellbeing of women and youth in rural Rwanda

English title Building up savings and financial skills for economic empowerment and wellbeing of women and youth in rural Rwanda
Applicant Amacker Michèle
Number 192916
Funding scheme Transformation Accelerating Grant
Research institution Interdisziplinäres Zentrum für Geschlechterforschung Universität Bern
Institution of higher education University of Berne - BE
Main discipline Sociology
Start/End 01.01.2020 - 31.12.2020
Approved amount 95'910.00
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All Disciplines (2)

Discipline
Sociology
Social geography and ecology

Keywords (5)

Saving groups ; Economic Empowerment; Rwanda; Casual agricultural workers; Educational toolkits

Lay Summary (German)

Lead
Ruanda unterzieht sich gegenwärtig einem Strukturwandel hin zu einer kommerzialisierten Landwirtschaft. Frauen und Familien mit kleinem Landbesitz sind die Verlierer*innen dieser Transformation, denn sie werden dadurch gezwungen, ihre Arbeitskraft auf dem bezahlten Arbeitsmarkt, meist als Tagelöhner*innen, zur Verfügung zu stellen. Das Ziel dieses Implementierungsprojekts ist es, die finanzielle Situation und das Wohlbefinden der Tagelöhner*innen durch neue Einkommensmöglichkeiten innerhalb und außerhalb des Landwirtschaftssektors zu verbessern. Kernelemente des Projekts sind die eigenständige Organisation von Spargruppen in Zusammenarbeit mit Tagelöhner*innen, Arbeitgebern und Finanzinstituten sowie die Erarbeitung projektbegleitender und maßgeschneiderter Schulungsinstrumente.
Lay summary

Hintergrund

Ruanda unterzieht sich gegenwärtig einer ökonomischen und sozialen Transformation und erhält für seine progressive Gleichstellungspolitik internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung. Die Kommerzialisierung der Landwirtschaft führt zu einer Verschärfung der Landfrage und ökonomisch schwache Haushalte sehen sich vermehrt gezwungen, als Tagelöhner*innen ihre Lebensgrundlage zu sichern. Tagelöhner*innenarbeit in der Landwirtschaft ist stark «feminisiert». Das heisst, in diesem Bereich werden mehrheitlich Frauen beschäftigt und die hier bezahlten Löhne gehören zu den tiefsten auf dem gesamten ländlichen Arbeitsmarkt. Der Lohn reicht nur knapp zum Überleben und um alltägliche Bedürfnisse wie Essen und Kleidung zu finanzieren. Tagelöhner*innen ist es nur sehr begrenzt möglich, Geld zu sparen, Bildung zu erwerben und neue Einkommensquellen aufzubauen.

Ziel des Projektes

Das Ziel dieses Implementierungsprojekts ist es, die finanzielle Situation und das Wohlbefinden der Taglöhner*innen durch neue Einkommensmöglichkeiten innerhalb und außerhalb des Landwirtschaftssektors zu verbessern. Begünstigte des Projektes, welches über einen Zeitraum von 12 Monaten geplant ist, sind 430 landwirtschaftliche Tagelöhner*innen in der nördlichen und östlichen Provinz Ruandas. Kernelement des Projekts bilden die eigenständige Organisation von Spargruppen in Zusammenarbeit von Tagelöhner*innen, Arbeitgebern und Finanzinstituten sowie die Erarbeitung projektbegleitender und maßgeschneiderter Schulungsinstrumente. Es wird erwartet, dass sich durch das Projekt die finanzielle Situation von landwirtschaftlichen Tagelöhner*innen verbessert, ihr Wohlbefinden steigert und sie sich neue Einkommensquellen erschliessen können. Um die Zielerreichung abzuschätzen, wird dieses Implementierungsprojekt mittels randomisiert-kontrolliertem Studiendesign, Umfragen und Gruppendiskussionen wissenschaftlich begleitet.

Direct link to Lay Summary Last update: 20.12.2019

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Project partner

Associated projects

Number Title Start Funding scheme
171191 Feminisation, agricultural transition and rural employment: Social and political conditions of asset-building in the context of export-led agriculture and alternative income generating opportunities 01.07.2017 r4d (Swiss Programme for Research on Global Issues for Development)

Abstract

The goal of this implementation project is to bridge theory and practice, and to foster financial inclusion and capacity building among casual agricultural workers in rural Rwanda, through saving groups with formal access to bank accounts and training toolkits. The project is expected to improve the financial situation of casual agricultural workers, increase their level of wellbeing, and empower women and youth economically. A validation study with a randomized controlled trial design, baseline and endline surveys, and focus group discussions will accompany this implementation project.
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