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Automatisierte Innovationen. Maschinenkünste des 20. und 21. Jahrhunderts im Spannungsdreieck von Subjekt, Medium und Prozess und ihre Beiträge zu Kreativitätsdiskursen

English title Automated Innovations. Machine Arts in the 20th and 21th Century in the Tension of Subject, Medium and Process and Its Contributions to Discourses of Creativity
Applicant Rottmann Michael
Number 174229
Funding scheme Ambizione
Research institution Institut für Experimentelle Design und Medienkulturen Hochschule für Gestaltung und Kunst, FHNW
Institution of higher education University of Applied Sciences and Arts Northwestern Switzerland (without UTE) - FHNW
Main discipline Visual arts and Art history
Start/End 01.09.2018 - 31.08.2022
Approved amount 679'417.00
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Keywords (12)

Prozess; Automatisierung; Diagramm; Medium; Mathematik; Maschinenkunst; 21. Jahrhundert; Kunstgeschichte; Kreativität; 20. Jahrhundert; Subjekt; Zeichnung

Lay Summary (German)

Lead
Kreativität ist essentiell für die Generierung neuen Wissens und neuer Artefakte, respektive Kunstwerke. Ihre direkte Erforschung ist problembehaftet. Ihre indirekte Erforschung über die Analyse historischer Maschinenkunstprojekte eröffnet neue Zugänge und Perspektiven auf das aktuelle und brisante Verhältnis von Kreativität, kultureller Innovationen sowie neuen Technologien und Automatisierung.
Lay summary

Nach heutiger Auffassung geschieht Kreativität im Zusammenspiel von Menschen, Dingen und Handlungen. Insbesondere findet sie im Verbund mit Maschinen wie dem Computer und der Automatisierung statt. Solcherlei arbeitsteilige Situationen zur Hervorbringung von Neuem werfen Fragen auf: Welche Rolle spielen Medien, Maschinen und Automatisierung dabei? Wer ist der Erfinder bzw. Autor? Und: Ist die Automatisierung von Kreativität möglich? Das Gesagte gilt gleichsam für Kunst, Design und Architektur und ihre kulturellen Innovationen. Weil die direkte Erforschung von Kreativität problembehaftet ist, kommt der Rekonstruktion und Analyse von vergangenen Kreativprozessen große Bedeutung zu.

Hier setzt das kunsthistorische Forschungsprojekt an: Durch die Analyse von Maschinenkunstprojekten des 20. und 21. Jahrhunderts wird Kreativität indirekt über die Künste untersuchbar, gelten Künstler doch als Kreative par excellence. Es soll herausgearbeitet werden, dass und wie drei Aspekte des Kunstschaffens kritisch reflektiert werden, die ebenso im Kreativitätsdiskurs als maßgebliche Bestimmungsgrößen gelten: das Subjekt, die beteiligten Medien sowie die Prozesse. Die Fallbeispiele sollen (im Sinne der ANT) als Mensch-Maschine-Medien-Netzwerke aufgefasst werden, um den Eigensinn und die Beziehungen aller involvierten Aktanten und subjekttheoretische Implikationen mitzudenken. Zusammengedacht werden sollen diesbezüglich erstmals Kunstrichtungen mit (elektro-)mechanischen, digitalen und papiernen Maschinen.

Eingesetzt werden Methoden der Kunst-, Bild- und Medienwissenschaft, insbesondere der Schriftbildlichkeit und Diagrammatik. Verfolgt wird eine praxeologische Perspektive.

Ziel ist es, die Maschinenkünste historisch-systematisch zu erschließen und an den Kreativitätsdiskurs anzuschließen. Die zu gewinnenden Einsichten besitzen für die Theorien der Schaffensprozesse, der Zeichnung sowie der Medien und nicht zuletzt für die aktuelle Mensch-Maschine-Debatte Relevanz.

Direct link to Lay Summary Last update: 28.08.2017

Responsible applicant and co-applicants

Employees

Associated projects

Number Title Start Funding scheme
156786 Machine Love? Kreativitätskulturen in elektronischer Musik und Softwareentwicklung 01.01.2015 Project funding (Div. I-III)
159816 Kritische Artefakte. „Speculative and Critical Design“ als Ansatz reflektierter Technikgestaltung 01.06.2015 Project funding (Div. I-III)
159849 Das Sensorium des Animalischen. Elektrorezeption als Forschungsfeld einer experimentell­gestalterischen und historisch­informierten Medien-­ und Designwissenschaft 01.01.2016 Project funding (Div. I-III)

Abstract

Kreativität geschieht im Zusammenspiel von Menschen, Medien wie Bild, Schrift und Diagramm und Maschinen wie dem Computer und der Automatisierung, was gleichsam für kulturelle Innovationen in Kunst, Design und Architektur gilt. Dies wirft Fragen auf: Welche Rolle spielen Medien, Maschinen und Automatisierung? Wer ist der Autor bzw. Erfinder? Ist die Automatisierung von Kreativität möglich? Weil die direkte Erforschung von Kreativität problembehaftet ist, kommt der Analyse von Kreativprozessen und ihren Medien große Bedeutung zu. Hier setzt das kunsthistorische Forschungsprojekt an: Durch die Analyse von Maschinenkunst des 20. und 21. Jahrhunderts, insbesondere Zeichenmaschinen, wird Kreativität indirekt untersucht. Es soll herausgearbeitet werden, so die leitende Hypothese, dass und wie drei Aspekte des Kunstschaffens kritisch reflektiert werden, die ebenso im Kreativitätsdiskurs als maßgebliche Bestimmungsgrößen gelten: das Subjekt, die Medien sowie die Prozesse. Zusammengedacht werden sollen erstmals nicht nur Kinetische-, Computer-, Medien- und Roboterkunst mit ihren (elektro-)mechanischen und digitalen Maschinen, sondern auch Bauhaus, Surrealismus und Serielle Kunst, in denen Papiermaschinen ›betrieben‹ wurden. Eingesetzt werden Methoden der Kunst-, Bild- und Medienwissenschaft, insbesondere der Schriftbildlichkeit und Diagrammatik. Ziel ist es, die Maschinenkünste historisch-systematisch zu erschließen und an den Kreativitätsdiskurs anzuschließen. Die zu gewinnenden Einsichten besitzen für die Theorien der Schaffensprozesse, der Zeichnung sowie der Medien und nicht zuletzt für die aktuelle Mensch-Maschine-Debatte Relevanz.
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